Wir haben uns die Aufgabe gestellt, Zweinutzungshühner bäuerlich zu halten. Eine der Herausforderungen, die diese Aufgabe mit sich brachte, hieß, mit weniger Eiern pro Henne und wesentlich längeren Stallbelegungszeiten in der Mast wirtschaftlich zu arbeiten.Niemand konnte uns zu Projektbeginn sagen, was Eier und Hühner dieses Ursprungs kosten müssen. Daher haben wir geschätzt und den Preis 50 Prozent über dem üblichen Preis für Bioeier und -hühnerfleisch angesetzt.
Zwei Jahre sind seither vergangen und wir haben viele Daten gesammelt. Wir wissen nun, dass jede unserer Hennen 200 Eier pro Jahr legt und über 0,14 € pro Ei rein auf die Futterkosten entfallen. Wir kennen den Preis für mobile Ställe (28.000 €), wissen wie viele Arbeitsstunden anfallen und welche Kosten der Tierarzt, der Traktor und die Weidehaltung verursachen.
Das Ergebnis unserer Rechnung: Selbst wenn unsere Läden nur das Nötigste aufschlagen, trägt sich diese Art von Hühnerhaltung erst bei einem Preis von 0,60 € pro Ei. Spricht man aber vom Zweinutzungshuhn, so muss man auch die Mast der Geschwisterhähne mitdenken. Wenn auch hier die Landwirtschaft mit einer schwarzen Null aussteigen soll, muss sie 13,20 € pro kg Fleisch bekommen. Das entspricht einem Bruttoladenpreis von 17,50 € pro kg.
Für „n’Appel und n’Ei“ gibt es Zweinutzungshühner also keineswegs. Um Fairness für alle Beteiligten zu schaffen bedarf es der Bereitschaft seitens der Kunden und Kundinnen, tierische Produkte in hohem Maß wert zu schätzen. Und es braucht das Bemühen der Landwirte und Landwirtinnen ein gutes Maß zwischen tiergerechtem Ideal und Wirtschaftlichkeit zu finden. In diesem Sinne werden wir unsere Anstrengungen hinsichtlich der Steigerung der Legeleistung unserer Hühner durch Zucht verstärken. Wir vertrauen darauf, dass Ihnen unser Bemühen den Preis wert ist.

Zuerst einmal will ich Euch gratulieren zu der Courage und Mut den Ihr aufgebracht habt, dieses Projekt ins Leben zu rufen.
Leider sehe ich genau in der Thematik “Preis” wohl die größte Hürde für eine richtige und vernünftige Haltung von Hühnern. Mir selbst wäre es den Preis wert und lieber esse ich die Hälfte an tierischen Produkten als Massenware zweifelhafter Herkunft. Aber dieses Gedankengut sollte auch irgendwann bei der breiten Massen ankommen, da ansonsten solche tollen Ideen und Projekte nicht überleben werden.
VIEL ERFOLG !
[...] einen Stempel, auf dem der Erzeugercode steht. Auf diesem erkennt man nicht nur sofort die Art der Haltung (0 = ökologisch) und das Herkunftsland, sondern auch den Betrieb. Wenn etwa die deutsche [...]