Herrmannsdorfer Landhuhn-Tagebuch

Dienstag, 30. November 2010


DIE JURY HAT GETAGT – DAS ERGEBNIS DES MASTVERSUCHS

18 DarlehensgeberInnen sind unserer Einladung zur Veranstaltung „Geschmack & Theorie – Verkostung der ersten Herrmannsdorfer Landhühner“, welche den Abschluss des im Artikel „Machen Kartoffeln dick und schmackhaft?“ vorgestellten Kartoffelmastversuchs bildete, gefolgt.

Nachdem Sie von Herrn Schweisfurth, dem Geschäftsführer des Guts Herrmannsdorf, Herrn Senckenberg, dem Leiter der Landwirtschaft und mir als Projektbetreuerin theoretische Einblicke in die Herausforderung der Fütterung von Hühnern und Informationen zur Auswirkung der zusätzlichen Kartoffelfütterung auf die Mastleistung der Sulmtaler Hühner bekommen haben, ging es zur Sache.

Die äußerst engagierten und gewissenhaften Testerinnen und Tester bewerteten Geruch, Geschmack und Konsistenz des ausschließlich mit Getreide gemästeten Sulmtalerhuhns (Getreidehuhn), des zusätzlich mit Kartoffeln gefütterten Sulmtalerhuhns (Kartoffelhuhn) und eines klassischen Bio-Hybridhuhns. Bewertet wurde nach dem Schulnotensystem von 1 bis 6.

Das Ergebnis

Keine der Sorten wurde schlecht bewertet. Der beste Mittelwert in den drei Hauptkategorien beträgt 1,7, der schlechteste 2,5. Dementsprechend gering scheinen die Unterschiede zu sein.

Der klare Favorit der TesterInnen war dennoch das mit Getreide gefütterte Sulmtalerhuhn.

Sowohl die Brust, als auch die Keule dieses Huhns haben die Laienjury geschmacklich am meisten überzeugt. Auch der hühnertypische Geruch war bei diesen Proben am intensivsten, was bei der Keule mit der Bestbewertung honoriert wurde. Lediglich beim Bruststück zogen die VerkosterInnen den etwas weniger intensiven Geruch des Kartoffelhuhns vor.

Auch was die Konsistenz betrifft, erachteten die TesterInnen das Fleisch des Getreidehuhns als am saftigsten und mit am meisten Biss. Im Vergleich der Bruststücke scheint genau diese Konsistenz den Erwartungen am besten zu entsprechen. Das Getreidehuhn erhielt daher auch in der Kategorie „Вrust – Konsistenz allgemein“ mit 1,8 die beste Note. Die Keule hingegen schmeckt den TesterInnen laut dem Ergebnis unserer Verkostung besser, wenn sie zwar saftig aber etwas weicher ist. Dieser Vorliebe wurde die Keule der Hybridhuhns besser gerecht. Der sonstige Favorit Getreidehuhn schnitt in der Unterkategorie „Кeule – Konsistenz allgemein“ daher am schlechtesten ab.

Das Kartoffelhuhn, welches von Herrn Thielemann, der die Hühner auch dankenswerterweise zubereitet hat, klar favorisiert wird, liegt bei der Bewertung der Testerinnen und Tester in fast allen Kategorien im Mittelfeld. Nur die Keule dieses Huhns ist, was die allgemeine Konsistenz betrifft, jener des Getreidehuhns überlegen, da sie als etwas weicher empfunden wurde. Wir könnten uns vorstellen, dass dies daran liegt, dass sich die Kartoffelhühner bei gleichem Auslauf weniger bewegt haben. Unsere Erwartung, dass das Fleisch dieses Huhns am fettigsten schmeckt, wurde nicht bestätigt.

Die Brust als auch die Keule des Bio-Hybridhuhns, welches von 60% der TeilnehmerInnen an der Verkostung als solches erkannt worden ist, landete in fast allen Kategorien auf dem dritten Platz. Nur die Konsistenz der Keule entsprach, wie bereits erwähnt, am meisten den Ansprüchen an einen weicheren Biss.

1 Kommentar


  1. Georg Welker sagt:

    Hallo zusammen !

    Mich würde interessieren, wie sich das Hähnchenmastfutter des „Getreidehuhns“ zusammen gesetzt hat.

    Weiterhin möchte ich fragen wie ich Euren Blog abbonieren kann.

    Viele Grüße !

    Georg Welker

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