Herrmannsdorfer Landhuhn-Tagebuch

Montag, 3. April 2017


NEUE SULMTALER BRAUCHT DAS LAND

Um unsere reinrassige Sulmtalerherde genetisch vital und leistungsfähig zu erhalten haben wir uns dieses Mal Bruteier direkt aus dem Sulmtal vom Hof von Gertrude Strohmaier aus St. Andrä besorgt. Dort wird diese Rasse seit Kaiserzeiten erhalten und auch auf eine ansehliche Fleischleistung gezüchtet.

Heutzutage ist es recht schwierig noch Individuen dieser Rasse zu finden, die noch ihrem ursprünglichen Typus eines robusten, genügsamen und leistungsfähigen Zwiehuhnes sehr nahe kommen. Dies ist hauptsächlich dem Aufkommen der Hybridhuhnzucht nach dem Zweiten Weltkrieg geschuldet. Fortan wurde die Rasse lediglich erhalten und vorwiegend auf Schönheit und Exterieur ausgelesen. Dabei wurden folglich wegen der neuen Hochleistungshühner ursprüngliche Leistungseigenschaften vernachlässigt.

Gerade bei Nutztieren, die nicht mehr in großer Zahl vorkommen und erhalten wurden, ist es von zentraler Bedeutung immer wieder möglichst wenig verwandte Tiere miteinander zu paaren, um eine zu enge Inzucht zu verhindern.

Auf dem Bild sieht man die steierische Mutterherde, die fortan in ihren Nachfolgern bei uns in Herrmannsdorf weiterlebt und das Herrmannsdorfer Landhuhn weiter verfeinern darf.
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