Herrmannsdorfer Landhuhn-Tagebuch

Samstag, 17. April 2010


HURRA, DIE ERSTEN LANDHUHNKüKEN SIND GESCHLüPFT

Endlich ! Gepiepst hat es in unserem Brutschrank schon seit gestern. Aber erst heute in den frühen Morgenstunden haben sich 44 semmelfärbige Federbällchen aus der Eischale befreien können.

Eine gewaltige Kraftanstrengung, die in manchen Fällen einige Stunden gedauert hat! Nach dem Schlupf waren die meisten Küken vollkommen erschöpft. Wir haben sie noch so lange bei wohligen 37,6°C im abgedunkelten Brutschrank gelassen bis sie ausgeruht und vollständig trocken waren. Futter und Wasser brauchen die kleinen Tierchen in dieser Zeit noch keines, da sie vor dem Schlüpfen den Dottersack schlucken. Der versorgt sie in den ersten 24 Stunden nach der Geburt mit allem was sie brauchen. Danach war es aber wichtig die Küken zu beobachten.

Frisch geschlüpfte KükenFinden sie auch ohne Glucke rechtzeitig heraus wie man trinkt und was man fressen kann? Vorsichtshalber haben wir den Finger ein paar Mal ins Wasser getaucht und die Wassertropfen an die Schnäbelchen einiger Tiere gehalten. Sie haben uns verstanden und getrunken. Ihre Kolleginnen und Kollegen haben sich das Trinken schließlich von ihnen abgeschaut. Um den Küken das Auffinden des ersten Futters zu erleichtern, haben wir uns einer altbewährten List bedient und die ersten Mahlzeiten in Form von geschrotetem Getreide auf Eierkartons gestreut. Sobald ein paar neugierige Federbällchen darauf herumlaufen, raschelt der Karton unter ihren zarten Krallen unwiderstehlich interessant. Und schon sind sie alle am Trog und picken – ein Gott-sei-Dank angeborenes Verhalten.

1 Kommentar


  1. Die Küken schlucken nicht den Dottersack, sondern ziehen ihn kurz vor dem Schlupf durch den Nabel in die Bauchhöhle.

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