Herrmannsdorfer Landhuhn-Tagebuch

Mittwoch, 26. August 2015


WEGSCHMEIßEN IST FREVEL – OPTIMALE VERWENDUNG VON HERRMANNSDORFER ALTBROT

IMG_5860In Deutschland landen nach wie vor gut ein Drittel aller produzierten Lebensmittel über kurz oder lang in der Müllverbrennungsanlage. Wenn alle Rohstoffe mit einbezogen werden, welche z.B. bereits als Ernterückstände auf dem Feld liegen bleiben, weil sie nicht der Norm entsprechen, sind es hierzulande bereits rund 50% potentieller Lebensmittel, die „der Verwesung“ zum Opfer fallen.

Besonders markant ist die Situation bei diversen Großbäckereien.

In Herrmannsdorf hat man den Spagat zwischen unerfüllten Bestellungen  und Überproduktion recht gut im Griff. Da dennoch ein kleiner Teil an Gebäck anfällt, welches nicht für den menschlichen Verzehr geeignet ist, haben wir uns entschlossen heuer ein paar Fütterungsversuche zu starten. So werden unsere Masthähne und unsere Weideenten zusätzlich mit Altbrot gefüttert.

Das Ergebnis ist besonders respektabel. Allen Unkenrufen zum Trotz, die Tiere würden zu wenig Eiweiß bekommen und damit zu langsam wachsen, haben sich unsere Tiere sehr prächtig entwickelt und ausgezeichnete Schlachtkörper hervorgebracht.

Oberstes Ziel muss tunlichst sein, Überproduktion zu vermeiden. Sollten dennoch hin und wieder Überschüsse anfallen, dann lassen sich diese ausgezeichnet zu exquisiten Herrmannsdorfer Brattieren veredeln!IMG_5851

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Donnerstag, 20. August 2015


HAHN FRIDOLIN – EINE STARKE BEZIEHUNG

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Foto: Barbara Fuchs

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Foto: Barbara Fuchs

Schon als Küken ist uns besonders ein Tier aufgefallen, welches ganz besonders zutraulich zu uns Menschen ist.

Das besondere Küken lief sogar Gefahr, eines Tages im Eifer des Gefechts von uns zertreten zu werden. Bei der Fütterung ließ es sich jedesmal hochheben und intensiv kraulen. Eine besondere Beziehung entwickelte sich zwischen dem heranwachsendem Hahn und der Nachbarstochter, welche immer nach der Schule das Wohl ihres Gefährten kontrollierte. Im Lauf der Zeit sind beide verlässliche Kameraden geworden. In den großen Ferien durfte der besondere Hahn immer auf Besuch zu seiner Beschützerin. Schon von weitem gab es beiderseits ein großes Hallo beim allmorgendlichen Wiedersehen. Geduldig ließ Fridolin all die Liebhudeleien über sich ergehen und durfte desöfteren auch im Auto mitfahren. Mit den langen Tagen des Jahres vergingen auch die großen Sommerferien und Fridolin wuchs zu einem mächtigen Les-Bleues-Hahn heran.

Natürlich darf ein solch treuer Gefährte und Lebensabschnittsbegleiter nicht einfach zur Schlachtbank geführt werden.

Seit den Sommerferien darf er die ihm angediehene Liebe an seine Hennenherde bei der Partnerbauernfamilie Wallner weitergeben. Und wenn er nicht gestorben ist, dann lebt er noch heute…

 

 

 

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