Herrmannsdorfer Landhuhn-Tagebuch

Montag, 20. Juli 2015


FLAUMIGER NACHWUCHS IN HERRMANNSDORF

Mitte Juli haben wieder 400 Enten Einzug auf den Herrmannsdorfer Weiden gehalten. Es handelt sich um Moulardenenten, einer Kreuzung aus Warzenenten und Pekingenten.

Gerade recht kommt ihnen dabei die aktuelle Hitzewelle, da die Küken besonders in den ersten Lebenstagen viel Wärme benötigen. Zunächst bekommen unsere Schützlinge spezielles Kükenfutter, d.h. geschrotetes Getreide und Hülsenfrüchte. Sobald sie größer geworden sind, werden sie eigenes Herrmannsderfer Getreide, Restbrot aus der Herrmannsdorfer Bäckerei, Gemüsereste aus der Herrmannsdorfer Gärtnerei bekommen. Der Großteil und das Highlight ihrer Nahrung besteht jedoch aus einer Menge Schnecken, Würmer, Insekten, Wiesenkräuter und alles was uns so die Herrmannsdorfer Weiden schenken.

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Mittwoch, 15. Juli 2015


EIN ENTSCHEIDENDER SCHRITT WEITER ZU EINER SO ARTGERECHT WIE MöGLICHEN ENTENHALTUNG – BAU EINES NATUR-ENTENTEICHES

In den ersten zwei Juliwochen rollten schwere Baufahrzeuge über den nördlichen Teil unserer Obstweide… Ein 500 Quadratmeter großer Naturteich soll entstehen. Da uns in Herrmannsdorf das ganzheitliche Wohl unserer Enten besonders am Herzen liegt und wir die Bedürfnisse der Tiere optimal befrieden wollen, bauen wir nun ein kleines Entenbiotop! Als Teichfläche haben wir uns an den Standort angepasst und haben dafür eine natürlich vernässte Mulde gewählt.

Zusammen mit der Beratung vom österreichischen Agrarrebell Sepp Andreas Holzer haben wir einen etwa 2m tiefen Naturteich aus „dem Boden“ gehoben. Mit aufwendiger Rüttelmethode haben wir ringsherum einen Sperrdamm gebaut, der das Wasser am Abfließen hindern soll. So soll sich im Lauf der Zeit das Hangzugwasser und das Regenwasser aufstauen und sich ein natürliches Teichbiotop entwickeln. Im Lauf der Zeit werden wir dann typische Uferpflanzen einbringen. Um für ausreichend Bioturbation, d.h. eine dauerhafte Verwirbelung des Wassers zu sorgen, sollen auch natürliche Teichbewohner, wie Teichmuscheln oder Friedfische integriert werden.

In diesem Sinne freuen wir uns auf einen nachhaltigen Erfolg für die biologische Vielfalt. Bleibt nur abzuwarten was unsere zukünftigen Enten dazu zu schnattern haben…

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