Herrmannsdorfer Landhuhn-Tagebuch

Montag, 22. Juni 2015


DER PHARMAINDUSTRIE EIN SCHNIPPCHEN SCHLAGEN – BRENNNESSELN ALS HEILMITTEL

Bereits seit Juni sind wir fleißig am Brennnesseln schneiden, bündeln und trocknen. In den vergangenen Zeiten mussten sich die Tierhalter auf den Gabentisch der Natur verlassen, um ihre Tiere gesund und frohwüchsig durch den Jahreslauf zu lotsen, da die wunderbaren Hilfsmittel der heutigen „Tiergesundheitsindustrie“ bis in die frühen Nachkriegsjahre des vergangenen Jahrhunderts für das Gros der landwirtschaftlichen Tierhalter schlicht nicht verfügbar waren.

Diese vielfach vergrämte Heilpflanze wartet mit einer beachtlichen Menge an Eiweiß, Vitaminen und vor allem auch Mineralstoffen auf. Die Brennnessel versorgt ferner mit siebenmal so viel Vitamin C wie Orangen und erreicht die Hälfte der Carotin-Menge von Karotten. Da sie sogar bis zu 9 Prozent Eiweiss liefert, ist sie besonders für strapazierte Legehennen unabdingbar. Gerade ihr Eisengehalt, der bis zu dreimal so hoch sein kann wie der von Spinat, glänzt im Vergleich zu anderen Futtermitteln und bringt nicht zuletzt dadurch unsere Hühner zum „strahlen“.

DSC_0076Kurzum eine wahre Wunderpflanze für Mensch und Tier, die uns die intakte Natur kostenlos und in ansprechenden Mengen zur Nutzung schenkt!

Gerade in der kalten, vegetationslosen Zeit sind unsere Hühner sichtbar dankbar über regelmäßige Gaben an  „Brennnesselchips“ – Sie danken es uns mit schmackhaften Eiern und einem gesunden und vitalen Wesen!

 

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