Herrmannsdorfer Landhuhn-Tagebuch

Montag, 30. Januar 2012


FöRDERPREIS ÖKOLOGISCHER LANDBAU – DIESMAL HAT’S GEKLAPPT

Hurra – unsere Landhühner haben den Förderpreis Ökologischer Landbau 2012 gewonnen!

Der Preis wird seit 12 Jahren jährlich von der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz an drei herausragende ökologische Betriebe verliehen. Es ist der bedeutendste Preis für den ökologischen Landbau in Deutschland.

Mehr Informationen dazu auf der Webseite des Förderpreises.

Schon 2010 hatten wir uns mit unserem Hühnerprojekt darum beworben und sind spontan in die Endauswahl gekommen. Die fünfköpfige Jury war damals aber der Meinung, die Zeit sei noch nicht ganz reif, unser Engagement mit dieser Auszeichnung zu belohnen. Das Projekt ist noch zu jung, stand in der Begründung weshalb wir schließlich doch nicht ausgewählt wurden. (siehe auch „Förderpreis Ökologischer Landbau 2011“)

Im Nachhinein kann ich gut verstehen, dass die Jury sicher gehen wollte, dass es sich bei den Herrmannsdorfer Landhühnern nicht um Eintagsfliegen handelt. Und ich bin froh, dass ich der Ermunterung, uns doch noch einmal zu bewerben, gefolgt bin. Mit den neuen, mobilen Hühnerställen, der Eierpackstelle, unserem ersten Partnerbauern, den hunderten verkauften Brathühnern, den Versuchen mit der Gebrauchskreuzung „Sulmtaler“ mal „Les Bleues“ und dem Erfolg der Neuauflage des Landhuhndarlehens konnten wir schließlich beweisen, dass es uns wirklich ernst ist mit dem Zweinutzungshuhn. Und unser Engagement hat sich gelohnt:

Vergangenen Freitag, den 27. Januar hat uns Frau Ministerin Ilse Aigner schließlich den mit 7.500 € dotierten Förderpreis Ökologischer Landbau 2012 überreicht.

Die festliche Verleihung fand im Rahmen der Grünen Woche in Berlin unter der großen Aufmerksamkeit der Medien statt.

Weitere Preisträger sind der Obergrashof in Dachau bei München und die Bio-Karpfenzucht „De Fischer ut Grambek“ denen wir herzlich gratulieren.

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Montag, 23. Januar 2012


GEBRAUCHSKREUZUNGEN

Immer wieder spreche ich in Führungen oder in Gesprächen mit Interessierten von Gebrauchskreuzungen. Zeit zu erklären, worum es sich dabei überhaupt handelt und was wir damit erreichen wollen:

Zu Beginn des Projekts Herrmannsdorfer Landhuhn haben wir ausschließlich mit reinrassigen Hühner der alten österreichischen Rasse „Sulmtaler“ gearbeitet. Schon nach kurzer Zeit hat sich jedoch herausgestellt, dass diese Hühner in den letzten 50 Jahren, in denen sie nicht züchterisch betreut wurden, viel von ihrem Potential eingebüßt haben. Sowohl die Legeleistung als auch die Mastleistung der reinrassigen Hühner ist derzeit soweit von den Leistungsdaten der Hybridhühner entfernt, dass die Wirtschaftlichkeit des Projekts unerreichbar schien.

Aus diesem Grund nehmen wir seit Herbst 2010 zusätzlich Hühner der französischen Rasse „Bresse“ – aus markenrechtlichen Gründen vom Bio-Geflügelzüchter Hetzenecker aufgrund ihrer blauen Füße “Les Bleues” genannt – genauer unter die Lupe. Und unsere Erfahrungen mit diesen Hühnern sind vielversprechend: Liegt die Legeleistung der Sulmtaler im Schnitt bei ca. 55%, so erreichen die französischen Hennen knapp 70%. Trotz dieser wirklich respektablen Eierleistung setzen letztere auch gut Fleisch an: Nach nur vier Monaten bringen sie im Schnitt lebend bereits 2,5 kg auf die Waage.

Um dazu beizutragen, die alte Rasse der Sulmtaler Hühner im Sinn des Arche-Gedankens zu erhalten und dennoch wirtschaftlich arbeiten zu können, haben wir begonnen, die beiden Rassen zu kreuzen. Heraus kommt eine bunte Mischung weißer Hühner mit Schopf, braun- gesprenkelter Hennen, beiger Hennen mit schwarzen Flecken und vieler andere Individuen.

Eines ist ihnen allen gemein: Sie sind vital und voller Lebensfreude. Welche Kreuzung (Sulmtaler Henne * Bresse Hahn oder Bresse Henne * Sulmtaler Hahn) nun die für uns geeignetere ist oder ob es gar keinen Unterschied macht, werden wir in Kürze wissen, wenn der im August gestartete Mastversuch ausgewertet ist.

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Freitag, 13. Januar 2012


LANDHUHN AM SPIEß

Ein Rezept von Herrn Stefan Meier:

Wenn ein Ofen mit Drehspieß vorhanden ist, einfach das Huhn auf den Spieß stecken und bei 180 °C ca. 1,5 h braten. Ab und zu den Vogel mit etwas Olivenöl einstreichen. Mit dieser Zubereitungsmethode wird er außen schön knusprig und auch vollständig gar.

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