Herrmannsdorfer Landhuhn-Tagebuch

Dienstag, 30. August 2011


EIER VOM HERRMANNSDORFER LANDHUHN IN MüNCHEN

Endlich ist es soweit! Mitte April haben wir den Antrag auf Genehmigung einer Eierpackstelle gestellt. Anfang Juli planten wir, die ersten Eier vom Herrmannsdorfer Landhuhn stempeln, wiegen und in unseren Münchner Filialen verkaufen zu dürfen. Heute, am letzten Tag im August, liegen, meines Wissens nach erstmalig in Deutschland, Bio-Eier von einem Zweinutzungshuhn in respektabler Menge in einer Bioladenkette!

Warum haben wir für diesen Schritt über ein Jahr Vorlaufzeit gebraucht?

Dafür gibt es zwei Gründe:

Herausforderung „Junghennenaufzucht“

Da die im Eiergeschäft üblicherweise eingesetzten Hennen von den LandwirtInnen nicht mit den selben guten Eigenschaften nachgezüchtet werden können, müssen sie jedes Jahr neue Tiere zukaufen. Sie erwerben in der Regel bereits legereife Hennen, welche in eigenen Junghennenaufzuchtbetrieben groß gezogen werden.

Junghennen einer Zweinutzungsrasse gibt es dort jedoch (noch) nicht zu kaufen. Aus diesem Grund mussten wir unsere Sulmtaler- und Bressehennen selbst aufziehen. Eine nicht zu unterschätzende Aufgabe – wie sich herausstellte. Ca. ein halbes Jahr nach dem Schlupf war es schließlich soweit: Unsere Zöglinge haben ihr erstes Ei gelegt! Welch eine Freude! Derzeit liegt die Legeleistung bei den Sulmtalern bei ca. 55%, jene der Bressehennen bei über 85%. (100% würde bedeuten, jede Henne der Gruppe legt täglich ein Ei. Zum Vergleich: Hybridlegehennen haben in der Regel eine Legeleistung von über 90% über das gesamte Jahr verteilt.)

Der bürokratische Weg der Eier in unsere Münchner Filialen

Ungestempelt und unsortiert durften wir die Eier unserer Zweinutzungshühner bisher ausschließlich „ab Hof“, sprich im Hofmarkt in Glonn, verkaufen. Um die Eier in die Filialen der Hauptstadt bringen zu können, mussten wir erst eine Eierpackstelle einrichten und genehmigen lassen  – ein langwieriges Unterfangen wie sich herausstellte:

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Freitag, 19. August 2011


RETTER DER HäHNCHEN – UNSERE HüHNER IM GREENPEACE MAGAZIN

Ende Juni rief mich Wolfgang Hassenstein, seines Zeichen engagierter Redakteur des greenpeace magazins, an. Er hatte gehört wir seien am Thema „Zweinutzungshuhn“ dran. 30 Minuten und ein temperamentvolles Telefongespräch später wurde ein Besuchstermin in der darauffolgenden Woche vereinbart und ein Zugticket von Hamburg nach Herrmannsdorf gekauft. DIESEM Projekt wollte Herr Hassenstein genauer auf den Zahn fühlen.

Einen ganzen Tag lang hat er sich schließlich mit uns und unseren Hühnern beschäftigt, kritische Fragen gestellt, viel mitgeschrieben und in jeden Stall hineingesehen. Genaus so wie man sich das von qualitativ hochwertigem Journalismus eigentlich erwartet.

Manfred Jarisch, ein exzellenter und feinfühliger Fotograf aus München, hielt uns mit seiner Kamera fest und die Hühner in Atem. Das Ergebnis kann sich sehen und lesen lassen – im greenpeace magazin 5/11 ab Seite 64! (erhältlich im guten Zeitschriftenhandel)

Danke lieber Wolfgang, lieber Manfred und liebe Anne für Euer Engagement!

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Dienstag, 16. August 2011


ZU BESUCH BEI DEN HüHNERN

Vergangenes Wochenende besuchten insgesamt über 120 Darlehensgeber und Darlehensgeberinnen bei strahlendem Sonnenschein „ihre“ Landhühner in Herrmannsdorf. Nachdem wir auf das Wohl der Tiere angestoßen haben ging es zur Sache: Die Küken wollten genau unter die Lupe genommen, die Hennen mit Körnern gefüttert und die Eier abgenommen werden. Glücklicherweise fanden sich unter den TeilnehmerInnen an den drei Spezialführungen geschickte Helferinnen und Helfer! Ein GROßES DANKESCHÖN gebürt nicht nur ihnen, sondern allen tapferen BesucherInnen, die trotz der hochsommerlichen Temperaturen äußerst interessiert zugehört und tolle Fragen gestellt haben. So vergingen die jeweils zweistündigen Führungen wie im Flug. Die Rückmeldungen der Darlehensgeberinnen und Darlehensgeber waren äußerst positiv. Nachrichten wie “ Erstmal herzlichen Dank für den interessanten, kurzweiligen, verständlichen und informativen Vortrag. Nun wissen wir bestimmt, dass unsere Einlage gut angelegt ist. Man merkt, dass Ihnen dieses Projekt viel Arbeit aber auch viel Freude bereitet, nur weiter so.“ freuen mich natürlich ganz besonders! Sie geben mir Mut und Kraft und die Gewissheit, auf dem richtigen Weg zu sein. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal!

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