Herrmannsdorfer Landhuhn-Tagebuch

Freitag, 7. Januar 2011


KEIN DIOXIN IM FUTTER FüR UNSERE LANDHüHNER

Seit Tagen verunsichert die Nachricht über dioxinverseuchtes Hühnerfutter die Konsumenten. Für Kunden von Bio-Eiern besteht jedoch laut Pressemitteilung des BÖLW vom 4.1.2011 kein Grund zur Sorge.

„Im Öko-Landbau sind isolierte Fettsäuren, die im aktuellen Fall Quelle für die Kontamination von Futter mit Dioxin waren, nicht erlaubt. Unter den gesperrten Betrieben ist kein Bio-Betrieb“, so Alexander Gerber, Geschäftsführer des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Betriebe, die einem der deutschen Öko-Verbände angehören, dürfen grundsätzlich
keine konventionellen Pflanzenöle einsetzen.“

Unser Futterlieferant, die MEIKA Tierernährungs GmbH in Großaitingen, verwendet für ihre Futtermischungen ausschließlich kaltgepresstes Bio-Pflanzenöl. Seit Oktober 2010 erzeugen sie ihren gesamten Pflanzenölbedarf auf ihrer neu errichteten Pressanlage selbst und können dadurch garantieren, dass keine erhöhte Dioxin-Belastung auftritt.


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Dienstag, 30. November 2010


DIE JURY HAT GETAGT – DAS ERGEBNIS DES MASTVERSUCHS

18 DarlehensgeberInnen sind unserer Einladung zur Veranstaltung „Geschmack & Theorie – Verkostung der ersten Herrmannsdorfer Landhühner“, welche den Abschluss des im Artikel „Machen Kartoffeln dick und schmackhaft?“ vorgestellten Kartoffelmastversuchs bildete, gefolgt.

Nachdem Sie von Herrn Schweisfurth, dem Geschäftsführer des Guts Herrmannsdorf, Herrn Senckenberg, dem Leiter der Landwirtschaft und mir als Projektbetreuerin theoretische Einblicke in die Herausforderung der Fütterung von Hühnern und Informationen zur Auswirkung der zusätzlichen Kartoffelfütterung auf die Mastleistung der Sulmtaler Hühner bekommen haben, ging es zur Sache.

Die äußerst engagierten und gewissenhaften Testerinnen und Tester bewerteten Geruch, Geschmack und Konsistenz des ausschließlich mit Getreide gemästeten Sulmtalerhuhns (Getreidehuhn), des zusätzlich mit Kartoffeln gefütterten Sulmtalerhuhns (Kartoffelhuhn) und eines klassischen Bio-Hybridhuhns. Bewertet wurde nach dem Schulnotensystem von 1 bis 6.

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Freitag, 29. Oktober 2010


MACHEN KARTOFFELN DICK UND SCHMACKHAFT?

In alten Büchern liest man regelmäßig davon, dass die Hühner und Schweine unter anderem mit gedämpften Kartoffeln gemästet worden sind. Im Rahmen unseres Vollwert-Konzepts bezüglich Fütterung der Tiere scheint uns dieser Ansatz sinnvoll. Aber hat die zusätzliche Fütterung von gedämpften Kartoffeln Auswirkungen auf das Wachstum der gemästeten Sulmtaler Hühner? Wachsen sie dadurch schneller? Werden sie dadurch schwerer? Und hat die zusätzliche Fütterung von gedämpften Kartoffeln Auswirkungen auf die Fleischqualität?

Da die Trockenmasse der Kartoffel zu 70% aus Stärke besteht und damit hauptsächlich Energielieferant ist,sind wir davon ausgegangen, dass die Tiere bei gleicher Bewegung mehr (intramuskuläres) Fett ansetzen, was einerseits den Hühnergeschmack intensiviert und die Fleischkonsistenz verändert. Was die Auswirkungen der zusätzlichen Kartoffelfütterung auf das Wachstum allgemein betrifft, so haben wir erwartet, dass die Hühner dadurch schneller wachsen und allgemein schwerer werden.

Um herauszufinden, ob wir mit unseren Vermutungen richtig liegen, haben wir einen Mastversuch durchgeführt.
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