Herrmannsdorfer Landhuhn-Tagebuch

Mittwoch, 31. Juli 2013


NEUE BEWOHNER IM KüKENSTALL

Auf den ersten flüchtigen Blick durch die Fenster unseres Kükenaufzuchtstalls sieht alles aus wie sonst auch, wenn Küken in Herrmannsdorf geschlüpft sind. Wer aber genauer hinschaut bemerkt, dass es sich diesmal nicht um Hühnerküken handelt. Denn der Herrmannsdorfer Kükenstall wird seit Mitte Juli von Mulardenenten bewohnt.

Diese entwickeln sich prächtig und werden bald in ihr neues Zuhause auf die große Sommerweide ziehen.

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Donnerstag, 7. Oktober 2010


FRANZöSISCHE HüHNER IM STALL

Am vergangenen Mittwoch hat sich unser Hühnerbestand weiter erhöht. 285 kleine Küken sind geschlüpft. Noch kann man sie kaum von Jungtieren der letzten 3 Brutdurchgänge unterscheiden. Wer aber genau hinsieht, bemerkt: Diesen Küken fehlt das Häubchen!

Es handelt sich diesmal nämlich nicht um Sulmtaler Küken sondern um Nachwuchs der Zweinutzungsrasse „Gauloise“ – besser bekannt als „Bresse-Huhn“. Ausgewachsen präsentieren sich diese Hühner ihrer Herkunft entsprechend in den französischen Nationalfarben: Roter Kamm, strahlend weißes Gefieder und blaue Füße.

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Freitag, 30. Juli 2010


NACHWUCHS

Abend für Abend hat sie sich auf die frisch gelegten Eier gesetzt um zu brüten, Abend für Abend habe ich ihr die Eier abgenommen um sie Ihnen im Hofmarkt zum Kauf anzubieten.

Aber ihre Ausdauer hat sich bezahlt gemacht. Schlussendlich habe ich unser Bresse-Huhn aus dem Legehennestall in den freien Kanninchenstall umgesiedelt und ihr acht Eier zum Bebrüten unter geschoben. Drei Wochen lang ist sie brav darauf gesessen. Nur einmal pro Tag ist sie aufgestanden um zu fressen, zu trinken und den Darm zu entleeren.

Und heute war es dann soweit: Zwei Küken sind geschlüpft!

Wirtschaftlich ist das natürlich nicht (-> siehe Artikel vom 5.Mai 2010).

Aber schön ist es anzuschauen, wie sie jetzt mit ihrer wachsamen Mutter frei im Hof umherlaufen. Und Ausdauer soll doch auch belohnt werden, oder?

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Mittwoch, 5. Mai 2010


ZWEITER BRUTDURCHGANG

MotorbrüterDie erste Schar Küken ist noch nicht einmal voll befiedert, habe ich heute bereits die nächsten knapp 400 Bruteier in den Motorbrüter gelegt.

Dieses Gerät hält die Eier 3 Wochen lang warm (~ 37,8 ° C), relativ feucht ( 50 – 80% Luftfeuchtigkeit) und wendet sie 8 mal pro Tag. Letzteres dient dazu dass der Eidotter nicht an der Schale festklebt.

All das macht die Bruthenne auch. Damit sich unser Landhuhnprojekt aber auch wirtschaftlich einigermaßen trägt und dadurch andere LandwirtInnen motiviert ebenfalls Zweinutzungshühner anstatt Hybridgeflügel zu halten, sehen wir uns gezwungen in der Endausbaustufe des Projekts alle unsere 11 Filialen regelmäßig mit Herrmannsdorfer Landhühnern und Eiern zu beliefern. Dazu „müssen“ mindestens jedes Monat ca. 300 Küken schlüpfen. Das würde bedeuten dass rund ums Jahr immer mindestens 60 Hennen je 10 Eier bebrüten müssten. Das ist schlichtweg utopisch, da auch bei den alten Rassen wie den Sulmtaler Hühnern die Brutlust systematisch weg gezüchtet worden ist und die Hennen natürlich wenn dann nur im Frühjahr brüten.


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Samstag, 17. April 2010


HURRA, DIE ERSTEN LANDHUHNKüKEN SIND GESCHLüPFT

Endlich ! Gepiepst hat es in unserem Brutschrank schon seit gestern. Aber erst heute in den frühen Morgenstunden haben sich 44 semmelfärbige Federbällchen aus der Eischale befreien können.

Eine gewaltige Kraftanstrengung, die in manchen Fällen einige Stunden gedauert hat! Nach dem Schlupf waren die meisten Küken vollkommen erschöpft. Wir haben sie noch so lange bei wohligen 37,6°C im abgedunkelten Brutschrank gelassen bis sie ausgeruht und vollständig trocken waren. Futter und Wasser brauchen die kleinen Tierchen in dieser Zeit noch keines, da sie vor dem Schlüpfen den Dottersack schlucken. Der versorgt sie in den ersten 24 Stunden nach der Geburt mit allem was sie brauchen. Danach war es aber wichtig die Küken zu beobachten.

Frisch geschlüpfte KükenFinden sie auch ohne Glucke rechtzeitig heraus wie man trinkt und was man fressen kann? Vorsichtshalber haben wir den Finger ein paar Mal ins Wasser getaucht und die Wassertropfen an die Schnäbelchen einiger Tiere gehalten. Sie haben uns verstanden und getrunken. Ihre Kolleginnen und Kollegen haben sich das Trinken schließlich von ihnen abgeschaut. Um den Küken das Auffinden des ersten Futters zu erleichtern, haben wir uns einer altbewährten List bedient und die ersten Mahlzeiten in Form von geschrotetem Getreide auf Eierkartons gestreut. Sobald ein paar neugierige Federbällchen darauf herumlaufen, raschelt der Karton unter ihren zarten Krallen unwiderstehlich interessant. Und schon sind sie alle am Trog und picken – ein Gott-sei-Dank angeborenes Verhalten.

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