Herrmannsdorfer Landhuhn-Tagebuch

Freitag, 9. September 2016


DES EINEN FREUD – DES ANDEREN LEID

So kann man’s auch sehen: Unsere Hühner genießen die Deckung des abgebrochenen Apfelbaumzwiesels auf unserer Obstweide. Aus ihrer Sicht ist dies ein ideales instinktentsprechendes Biotop, in dem einerseits einige interessante Nahrung zu finden ist. Anderseits bietet diese „Kalamität“ wertvolle Schattenfläche und ausreichend Schutzraum vor geflügelten Beutegreifern. Für den Apfelbaum wird der sogenannte „ausgewachsene Erziehungsschnittfehler“ früher oder später zu seinem vorzeitigem Ableben führen. Hier schließt sich wieder der Kreislauf der „Werdens und Vergehens“.dsc_1079

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Montag, 16. August 2010


ALLER ANFANG IST SCHWER…

… und auch wir müssen Lehrgeld zahlen.

Wir wollten unseren Hühnern allzu viel Impfstress ersparen und nicht präventiv gegen sämtliche Krankheiten impfen – wie normalerweise auch im Biobereich üblich. Wir wollten wissen, welche Impfungen es bei unseren Tieren und unseren Haltungsbedingungen wirklich braucht und haben nur gesetzlich vorgeschriebene durchgeführt. Leider sind nun doch typische Geflügelkrankheiten ausgebrochen und haben trotz rascher tierärztlicher Betreuung zu traurigen Verlusten geführt.

Nun heißt es in Zukunft doch besser vorsorgen –

  • sowohl mit Lebendimpfstoffen (die es leider nur in Dosen zu je 1.000 oder 2.000 Einheiten gibt – eine Anpassung der Pharmakonzerne an die industrialisierte Geflügelhaltung,
  • als auch mit alternativen Methoden wie Effektiven Mikroorganismen oder Kräuterölen und Ameinsensäure im Trinkwasser.

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Mittwoch, 11. August 2010


DEM HABICHT ZUM TROTZ ….

… hat der Holzpraktiker Christoph Wyss mit seinen Helfern vom OIKOS Jugendprojekt heute die neue, von ihm geplante und gebaute Voliere aufgestellt. Sie soll den jungen Hühnern in ihren ersten Wochen im Freiland Schutz vor Angriffen aus der Luft bieten und gleichzeitig als Umzäunung dienen. Damit haben wir nun auf die leidvollen Erfahrungen Anfang Juni dieses Jahres reagiert. (→ siehe Artikel „Lehrgeld“ vom 9. Juni 2010)

Damit die Voliere in Punkto Mobilität mit den Ställen mithalten kann, muss sie schnell auf- und wieder abzubauen sein. Darin lag u.a. die besondere Herausforderung, die Herr Wyss mit seinem System toll bewältigt hat. Drei Stunden dauert der Auf- und Abbau mit einem eingespielten Team von drei Leuten in etwa.

Nun gilt es, den Prototypen noch hier und da etwas zu verbessern, den Ablauf des Versetzens zu organisieren und schließlich zum Herbst hin einen Teil der Voliere durch den Austausch von Netzelementen gegen wetterfeste Planen zu einem Art Wintergarten auszubauen. Langweilig wird uns nicht….

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Sonntag, 13. Juni 2010


KAMILLENTEE UND ZITRONE

Nach den Unfällen der letzten Woche haben sich die verbliebenen jungen Masthühner im nass-kalten Wetter einen bronchialen Infekt zugezogen. Schon am Montag ist mir aufgefallen, dass sie nicht ganz so voller Elan waren wie gewohnt. Bei näherem Hinhören konnte ich eine röchelnde Atmung und regelmäßiges Niessen feststellen. Der Tierarzt hat mittels Tupfer Proben entnommen um festzustellen ob es sich um eine bakterielle oder eine virale Erkrankung handelt.

Üblicherweise behandelt er in solchen Fällen die gesamte Gruppe vorsorglich mit einem Antibiotikum um ein Übergreifen der Krankheit auf die anderen Hühnerställe zu vermeiden. Ich habe eine solche jedoch abgelehnt, das Trinkwasser der Hühner durch entzündungshemmenden Kamillentee mit vitamin-C-spendendem, frisch gepressten Zitronensaft ersetzt, besondere hygienische Maßnahmen getroffen um die Krankheitserreger nicht in den Kükenstall zu bringen (Betreten nur nach Überstreifen eines Überziehoveralls, mit extra Schuhen und gewaschenen, desinfizierten Händen) und versprochen, mich zu melden, falls es Ausfälle gibt. Und die fürsorgliche Pflege hat sich bezahlt gemacht: Seit gestern sind sie alle wieder fit! Hoch leben die robusten, alten Geflügelrassen!

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Mittwoch, 9. Juni 2010


LEHRGELD

In den letzten Tagen haben leider sowohl wir als auch unsere Hühner für unsere beiderseitige Unvorsichtigkeit bezahlt.

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Freitag, 23. April 2010


DER TIERARZT WAR DA

Heute Morgen hat uns ein Geflügelfachtierarzt besucht. Nein, keine Sorge, unsere Hühner sind nicht krank. Es ging bei diesem ersten Beratungsgespräch vor allem um die Themen Impfung und Hygiene.

Auch im Biobereich ist es üblich die Hühner gegen alle möglichen Virusinfektionen zu impfen. Eine Impfung (jene gegen Newcastle Desease, auf Deutsch „atypische Geflügelpest“,  ist lt. Geflügelverordnung sogar Pflicht) Man kann dazu nun stehen wie man möchte. Ein Faktum ist, dass die Art von Haltung, welche wir anstreben, in bestimmten Bereichen größere gesundheitliche Risiken für die Hühner mit sich bringt als eine konventionelle Haltung.

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