Herrmannsdorfer Landhuhn-Tagebuch

Freitag, 9. September 2016


DES EINEN FREUD – DES ANDEREN LEID

So kann man’s auch sehen: Unsere Hühner genießen die Deckung des abgebrochenen Apfelbaumzwiesels auf unserer Obstweide. Aus ihrer Sicht ist dies ein ideales instinktentsprechendes Biotop, in dem einerseits einige interessante Nahrung zu finden ist. Anderseits bietet diese „Kalamität“ wertvolle Schattenfläche und ausreichend Schutzraum vor geflügelten Beutegreifern. Für den Apfelbaum wird der sogenannte „ausgewachsene Erziehungsschnittfehler“ früher oder später zu seinem vorzeitigem Ableben führen. Hier schließt sich wieder der Kreislauf der „Werdens und Vergehens“.dsc_1079

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Dienstag, 21. April 2015


UNSERE HüHNER UNTER NEUER FüHRUNG

Alles neu macht der … April! Florentine Rapp, der wir für Ihr Engagement rund um die Hühner in den letzten 2,5 Jahren herzlich danken, ist seit Ende März in Mutterschutz und wird sich in nächster Zeit um ihr eigenes Küken kümmern.

Aus diesem Grund hat Georg Zankl zum 1. April  das Kommando über unsere gefiederten Freunde übernommen. Ein nahtloser Übergang quasi. Aber Herr Zankl ist nicht nur hochmotiviert und engagiert sondern hat auch schon eine Menge praktischer Erfahrung in den unterschiedlichsten landwirtschaftlichen Bereichen. Das kommt ihm jetzt sehr zugute. Und was meinen die Hühner dazu? Die haben ihn schon voll akzeptiert, wie man sieht!

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Freitag, 19. Dezember 2014


Liebe Hühnerfreundinnen und -freunde,

wir wünschen Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das neue Jahr.

Wir sagen VIELEN DANK für Ihr Interesse an unseren Landhühnern und Ihre Unterstützung!

Ihr Herrmannsdorfer Landhuhn-Team

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Donnerstag, 28. März 2013


FROHE OSTERN!

Wir träumen von saftig grünen Wiesen und der Sonne, die uns auf das Gefieder scheint.

Bald ist es hoffentlich soweit und der Frühling zeigt sich von seiner besten Seite!

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein frohes Osterfest und einen tollen Start in den Frühling!

Die Herrmannsdorfer Hühner und das Hühner Team

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Montag, 7. November 2011


LISA, DAS HUHN – DEMNäCHST ERHäLTLICH IM HOFMARKT

„Lisa, das Huhn“ – so lautet der Titel dieses netten kleinen Bilderbüchleins für große und kleine Kinder.

Lore Guderjahn erzählt darin die Geschichte einer unglücklichen Legebatteriehenne, die nicht mehr für ihren Besitzer, der sie einsperrt, arbeiten möchte. Dem mutigen Tier gelingt die Flucht aus seinem traurigen Dasein. Aber das Leben in Freiheit steckt voller Herausforderungen. So muss Lisa erst lernen, zu scharren, sich nachts vor dem Fuchs in Acht zu nehmen oder Wasser und Nahrung zu finden. Doch die Hauptdarstellerin des kleinen Lesevergnügens hat Glück: Mit Hilfe liebevoll gezeichneter Bewohner und Bewohnerinnen des Waldes gelingt es Lisa einen Bauernhof zu finden, auf dem es aufgenommen wird und seinen Bedürfnissen entsprechend leben darf.

Als kleinen „Schönheitsfehler“ des Büchleins empfinde ich die Darstellung des Legebatteriebesitzers als geldgierigen Bösewicht. Klar steckt hinter dem konventionellen SYSTEM die Raffsucht der Menschheit, aber die den Eiervertreibenden Konzernen zuarbeitenden Vertragsgeflügelhalter per se sind weder böse Menschen noch werden sie durch ihre Tätigkeit reich.

Aber wenn man „Raffi“ den Besitzer der im Buch beschriebenen Legebatterie als Synonym für das System auffasst und über ein paar fachliche Fehlinformationen, wie dem, daß Hennen das Eierlegen willentlich einstellen können, hinwegsieht,  kann ich das Buch zum Vorlesen und selber Lesen für alle kleinen Freunde und Freundinnen des Federviehs nur empfehlen. Es endet mit den Zeilen: „Durch mutige Hühner wie Lisa und tierliebende Menschen wurde Raffi schließlich dazu gezwungen, für die Legehennen bessere Lebensbedingungen und mehr Platz zu schaffen. Allerdings sind noch viele, viele Hühner ihr Leben lang eingesperrt.“ Wie aktuell diese Worte sind, zeigt die Legegemeinschaft Die Biohennen in ihrem neuen Newsletter „Ausgebrütet“ auf.

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Dienstag, 20. Juli 2010


„KAMPF DEM AMPFER!“

… lautete das Motto des heutigen Morgens. Im Morgennebel sind wir, die LandwirtInnen des Guts einschließlich den Lehrlingen und PraktikantInnen, unserem Chef, Herrn Karl Schweisfurth, seiner Frau Gudrun und einigen mutigen Kolleginnen aus der Verwaltung, auf’s Kartoffelfeld hinausgefahren um DEM Problemunkraut der Landwirtschaft schlechthin, dem stumpfblättrigen Ampfer (lat. Rumex obtusifolius) den Kampf anzusagen.

  • Der stumpfblättrige Ampfer ist auf den Weiden so unbeliebt weil er von den Tieren aufgrund des hohen Oxalsäuregehalts nicht oder nur im ganz jungen Stadium gefressen wird.
  • Auf den Mähwiesen können die LandwirtInnen ihn nicht leiden, da er mit seinem großen Blattanteil der lange Wasser speichert die Futterkonservierung erschwert und schließlich doch verschmäht im Futtertrog liegen bleibt.
  • Und auf unserem Kartoffelacker nimmt das schnellwüchsige Kraut mit seiner großen Blattmasse den Feldfrüchten wertvollen Platz, Licht, Wasser und Nährstoffe weg und schmälert so den Ernteertrag des Schweine- und Hühnermastfutters.

Leider ist der Ampfer äußerst konkurrenzstark und breitet sich mehr und mehr aus.

  • Mit seinen bis zu 2 m langen Wurzeln kann er sich ausgezeichnet mit Nährstoffen und Wasser versorgen, dass er munter wächst wenn andere Pflanzen längst leiden.
  • Eine Einzelpflanze bildet etwa 7.000 Samen, die vom Wind vertragen werden.
  • Im Boden können diese etwa 40–50 Jahre überleben und keimfähig bleiben.

Was also tun?

In der konventionellen Landwirtschaft wird der Ampfer meist mit chemischen Mitteln bekämpft.

Ihm in der biologischen Landwirtschaft Herr zu werden ist weitaus schwieriger. Im Feldbau kann man ihn, möglichst noch vor der Samenreife, eigentlich nur mit mechanischen Mitteln bekämpfen.

Solange die Feldfrüchte noch jung sind kann man beispielsweise „striegeln“, sprich die jungen Ampferpflanzen mit einem Gestell aus Metallzinken, welches man an den Traktor anhängt, aus der Erde reißen und somit zumindest im Wachstum hemmen.

Sind die Kartoffeln erst mal richtig angewachsen, kann man dem Ampfer nur noch mit bloßen Händen bzw. einem manuell zu bedienenden Ampferstecher zu Leibe rücken.

Glauben Sie mir, die mächtigen Pflanzen samt Wurzelstöcken aus der Erde zu ziehen ist eine ganz schöne Plackerei und die Größe des Felds lässt den Mut leicht sinken. Da hilft nur sich stets bewusst zu machen, dass man Un- bzw. Beikräuter in der biologischen Landwirtschaft nie ganz beseitigen wird können und das das auch nicht der Sinn der Sache ist. Das Ziel ist vielmehr, sie im Zaum zu halten. Und mit vereinten Kräften ist es uns in dieser Morgenstunde doch gelungen den Ampfer zumindest auf einem Teil des Kartoffelfelds ein bisschen Paroli zu bieten.

Wer bei der nächsten „Landpartie“ mitmachen und sich im Sinne der Community Supported Agriculture hautnah ein Bild von der Beikrautdezimierung in der biologischen Landwirtschaft machen möchte , wende sich unter gsellmann@herrmannsdorfer.de an mich!

Ich bin schon mal gespannt, ob sich jemand traut!

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