Herrmannsdorfer Landhuhn-Tagebuch

Montag, 1. August 2016


HERRMANNSDORFER WALDHüHNER

dsc_1155dsc_1159dsc_1161Artgerecht muss es zugehen:

Unser heutiges Huhn ist von Natur aus ein Bewohner von Hecken, strukturreichen Landschaften und letztlich auch von Wäldern. Einer seiner potentiellen Vorfahren, das Bankiva-Huhn zog und zieht ebenfalls durch’s artenreiche Unterholz tropischer Regenwälder.

Deshalb bildet in der heutigen Tierhaltung der Zugang zum Wald auch für unsere Hühner einen weiteren Meilenstein für eine natur- und artgemäße Haltung dar. Hier gibt es ein breites Mehrangebot von Insekten, Würmern,…. Die humusreiche Walderde ist außerdem ein Segen für den Verdauungstrakt dieser Vögel.

Für so manchen pflichtbewussten Forstmann oder auch althergebrachten Landwirt stellen sich da die schütteren Nackenhaare gen Himmel, aber letztlich gilt: „Nur wer Zusammenhänge hinterfrägt und mutig Möglichkeiten ausprobiert, kann sich der wahren Natur hinter den Dingen nähern!“

 

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Montag, 20. Oktober 2014


PREISERHöHUNG FüR DAS LANDHUHN-FLEISCH ODER QUALITäT HAT IHREN PREIS

Seit dem Verkauf der ersten Herrmannsdorfer Hühner ist der Preis für das Kilogramm Landhuhnfleisch stabil geblieben. Es gab in all den Jahren keine Preiserhöhung!

Als wir mit der Haltung der Zweinutzunghühner anfingen, hatten wir keinerlei Erfahrung auf diesem Gebiet. Klar war nur, dass die Kosten für die Erzeugung solcher Rassehühner höher sein würden als die von „normalen“ Biohühnern. Ohne die echten Kosten zu kennen, haben wir damals 50 % pro Kilogramm mehr verlangt als für die herkömmlichen Biobrathühner. Die Erfahrungswerte der letzten zwei Jahre zeigen aber, dass eine Erhöhung des Kilopreises für unsere Hühner leider unumgänglich ist. Die entstehenden Kosten verlangen den höheren Preis. Denn eine umfangreiche Betreuung unserer Tiere ist für uns sehr wichtig, aber auch arbeitsintensiv. Unsere Masthühner dürfen wesentlich länger leben und nehmen daher auch mehr Futter zu sich.

Aufgrund dieser Situation müssen wir den Brathuhn-Preis ab dem 23. Oktober auf 19,90 € pro Kilogramm anheben.

Selbst mit dieser Erhöhung kalkulieren wir mehr als knapp und da auch die Preise für Biogeflügel stetig gestiegen sind, liegen wir immer noch bei einem 50 % höheren Preis.

Zum Vergleich:

Das Fleisch aus ähnlichen Projekten wird schon lange für mindestens diesen Preis verkauft. Ein „echtes“ Bresse-Huhn aus Frankreich kostet sogar um die 30 € pro Kilogramm und wurde nicht nach ökologischen Standards gehalten.

Wir hoffen daher, dass Sie den Produkten des Herrmannsdorfer Landhuhns gewogen bleiben. Denn bitte vergessen Sie nicht: Unsere Hähne dürfen leben und durch das langsame Wachstum und die viele Bewegung im Freien entsteht ein Produkt von höchster Qualität.

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Donnerstag, 1. März 2012


ZWEINUTZUNGSHüHNERHALTUNG – FüR „EIN APPEL UND ’N EI“?

Wir haben uns die Aufgabe gestellt, Zweinutzungshühner bäuerlich zu halten. Eine der Herausforderungen, die diese Aufgabe mit sich brachte, hieß, mit weniger Eiern pro Henne und wesentlich längeren Stallbelegungszeiten in der Mast wirtschaftlich zu arbeiten.Niemand konnte uns zu Projektbeginn sagen, was Eier und Hühner dieses Ursprungs kosten müssen. Daher haben wir geschätzt und den Preis 50 Prozent über dem üblichen Preis für Bioeier und -hühnerfleisch angesetzt.

Zwei Jahre sind seither vergangen und wir haben viele Daten gesammelt. Wir wissen nun, dass jede unserer Hennen 200 Eier pro Jahr legt und über 0,14 € pro Ei rein auf die Futterkosten entfallen. Wir kennen den Preis für mobile Ställe (28.000 €), wissen wie viele Arbeitsstunden anfallen und welche Kosten der Tierarzt, der Traktor und die Weidehaltung verursachen.

Das Ergebnis unserer Rechnung: Selbst wenn unsere Läden nur das Nötigste aufschlagen, trägt sich diese Art von Hühnerhaltung erst bei einem Preis von 0,60 € pro Ei. Spricht man aber vom Zweinutzungshuhn, so muss man auch die Mast der Geschwisterhähne mitdenken. Wenn auch hier die Landwirtschaft mit einer schwarzen Null aussteigen soll, muss sie 13,20 € pro kg Fleisch bekommen. Das entspricht einem Bruttoladenpreis von 17,50 € pro kg.

Für „n’Appel und n’Ei“ gibt es Zweinutzungshühner also keineswegs. Um Fairness für alle Beteiligten zu schaffen bedarf es der Bereitschaft seitens der Kunden und Kundinnen, tierische Produkte in hohem Maß wert zu schätzen. Und es braucht das Bemühen der Landwirte und Landwirtinnen ein gutes Maß zwischen tiergerechtem Ideal und Wirtschaftlichkeit zu finden. In diesem Sinne werden wir unsere Anstrengungen hinsichtlich der Steigerung der Legeleistung unserer Hühner durch Zucht verstärken. Wir vertrauen darauf, dass Ihnen unser Bemühen den Preis wert ist.

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