Herrmannsdorfer Landhuhn-Tagebuch

Freitag, 9. September 2016


DES EINEN FREUD – DES ANDEREN LEID

So kann man’s auch sehen: Unsere Hühner genießen die Deckung des abgebrochenen Apfelbaumzwiesels auf unserer Obstweide. Aus ihrer Sicht ist dies ein ideales instinktentsprechendes Biotop, in dem einerseits einige interessante Nahrung zu finden ist. Anderseits bietet diese „Kalamität“ wertvolle Schattenfläche und ausreichend Schutzraum vor geflügelten Beutegreifern. Für den Apfelbaum wird der sogenannte „ausgewachsene Erziehungsschnittfehler“ früher oder später zu seinem vorzeitigem Ableben führen. Hier schließt sich wieder der Kreislauf der „Werdens und Vergehens“.dsc_1079

Kommentar schreiben

Montag, 1. August 2016


HERRMANNSDORFER WALDHüHNER

dsc_1155dsc_1159dsc_1161Artgerecht muss es zugehen:

Unser heutiges Huhn ist von Natur aus ein Bewohner von Hecken, strukturreichen Landschaften und letztlich auch von Wäldern. Einer seiner potentiellen Vorfahren, das Bankiva-Huhn zog und zieht ebenfalls durch’s artenreiche Unterholz tropischer Regenwälder.

Deshalb bildet in der heutigen Tierhaltung der Zugang zum Wald auch für unsere Hühner einen weiteren Meilenstein für eine natur- und artgemäße Haltung dar. Hier gibt es ein breites Mehrangebot von Insekten, Würmern,…. Die humusreiche Walderde ist außerdem ein Segen für den Verdauungstrakt dieser Vögel.

Für so manchen pflichtbewussten Forstmann oder auch althergebrachten Landwirt stellen sich da die schütteren Nackenhaare gen Himmel, aber letztlich gilt: „Nur wer Zusammenhänge hinterfrägt und mutig Möglichkeiten ausprobiert, kann sich der wahren Natur hinter den Dingen nähern!“

 

Kommentar schreiben

Donnerstag, 24. September 2015


ERNTEDANKFEST 2015

Fotografiert von Grischa Elokhin

Es ist wieder so weit: Am Sonntag, den 4.Oktober feiern wir das fröhlichste Fest im Jahreszyklus – Erntedank!

Für Sie als Freund oder Freundin des Herrmannsdorfer Landhuhns ist bestimmt der Programmpunkt “ SAFARI ZUR GROSSEN SYMBIOSE“ besonders interessant. Es handelt sich dabei um die einzige Möglichkeit im Jahr, sich die tierische Wohngemeinschaft aus nächster Nähe anzusehen.

AB 11:00 Uhr – inkl. 17:00 Uhr fahren wir mit Ihnen zu jeder vollen Stunde mit dem Land Rover und dem Schlepper auf die große Weide, erzählen Ihnen etwas zu den Tieren und beantworten Ihnen alles, was sie immer schon über die Herrmannsdorfer Landhühner, die Weideschweine, die Pensionsrinder und die Enten wissen wollten.

Der kleine Ausflug dauert etwa 30 – 45 min (je nachdem wie viel Sie fragen) und ist kostenlos. Sie brauchen sich auch nicht anzumelden sondern einfach zur „Safari Ein- und Ausstiegsstelle“ direkt an der Hofeinfahrt kommen.

Wir freuen uns auf Sie!

Kommentar schreiben

Mittwoch, 18. März 2015


FRüHLING, FRüHLING WIRD ES NUN BALD!

Nicht nur wir genießen die ersten warmen Sonnenstrahlen: Auch unsere Hühner verlassen gleich wieder viel lieber den Stall als im Winter. Staubbaden, nach Insektenlarven picken, sich die Federn wärmen – danach steht ihnen der Sinn.

Aber die Ausläufe des hofnahen Winterquartiers sind vollkommen abgeweidet, braun und uninteressant (Foto links) Nichts ungewöhnliches in der Wirtschaftsgeflügelhaltung.

Wie gut, dass die Behausungen der Hühner mobil sind!  So haben wir unsere drei Legehennenställe heute an den Traktor gehängt und sind mit ihnen auf die Weide gefahren. Es war Zentimeterarbeit die acht Meter langen Hütten durch die enge Hofeinfahrt zu manövrieren aber unserem Lehrling Fabian ist es ganz wunderbar gelungen! Ohne einen Kratzer sind die ersten drei unserer insgesamt acht Ställe auf der Weide gelandet (Foto rechts). Die anderen folgen je nach Witterung in den nächsten Tagen und Wochen.

In Wohngemeinschaft mit den Schweinen können unsere Hennen nun wieder tun, was ein Hühnerleben lebenswert macht! Eine Freude für sie und für uns!

2 Kommentare

Freitag, 2. Mai 2014


GRüß GOTT VON DER SOMMERWEIDE

Endlich sind wieder Rinder, Schweine und Hühner vereint auf unserer Sommerweide.

WÜHLEN, PICKEN, SONNENBADEN…besser geht es kaum!!!

Zur Zeit befinden sich zwei Gruppen Legehennen und eine Mastgruppe auf der Sommerweide. Sie leben alle in mobilen Ställen und genießen tagsüber die Freiheit unter den Hecken nach kleinen Leckerbissen zu suchen. Nachts setzen sich die Hühner in den sicheren Stall, wo sie vor Fuchs und Marder geschützt ruhen.

1 Kommentar

Montag, 12. August 2013


ENTEN AUF DER WEIDE

Inzwischen sind unsere Entenküken gut drei Wochen alt und auf die große Sommerweide, die sie sich mit Rindern, Schweinen und Hühnern teilen, umgezogen. Hier können sie schwimmen, Gras fressen und in der Sonne dösen.

Kommentar schreiben

Montag, 10. Juni 2013


„UNSERE WEIDEGEMEINSCHAFT IST NUN KOMPLETT“ ODER „DIE GROßE SYMBIOSE“

Letztes Jahr haben wir das Experiment gewagt: Unsere Schweine und Hühner sowie eine Hand voll Pinzgauer Ochsen unseres Partnerbauern Abinger teilten sich den Sommer über die gut 6 Hektar große Kleegras-Weide. Das Zusammenspiel der drei Arten hat uns schließlich so überzeugt, dass wir die Lebensgemeinschaft auch dieses Jahr wieder auf unserer Sommerweide zusammen halten.

Die Vorteile dieser Haltung können wir täglich beobachten. Da sind zum einen die dreizehn Rinder, 10 Pinzgauer Ochsen und drei Tiroler Grauvieh-Mädels, die das höhere Gras abfressen. Auch die Schweine mögen das Gras und fressen zusätzlich alles was sie nebenbei beim Wühlen im Boden so finden. Der so aufgelockerte Boden fördert wiederrum allerlei kleine Lebewesen zutage, über die sich dann die Hühner freuen. Ein weiterer positiver Aspekt über den sich gerade Sie als Landhuhn-Freundin oder -Freund freuen werden: Die Anwesenheit der Rinder und Schweine verringert das Risiko für die Hühner vom Habicht geschlagen zu werden. Dieser scheint weniger gerne zu kommen, sobald er so große Tiere zwischen den Hühnern wahrnimmt. Die Rinder und Schweine beschützen also unsere Hühner. Zusätzlichen Schutz vor Raubwild wie Fuchs oder Marder bietet neben dem herkömmlichen Zaun noch ein außen gespannter Elektrozaun, der nah am Boden verläuft.

So kann sich unsere tierische Wohngemeinschaft rundum wohlfühlen, grasen, schlammbaden, picken und scharren.

2 Kommentare

Samstag, 27. April 2013


UMZUG AUF DIE SOMMERWEIDE

Letzte Woche war es endlich soweit: Die Herrmannsdorfer Landhühner sind umgezogen!

Zwei Gruppen Legehennen und zwei Gruppen Masthühner sind wohlbehalten in ihrem Sommerquartier angekommen. Hier freuen sie sich über den saftig grünen Aufwuchs, zahlreiche Insekten zum Picken und über ein ausgedehntes Staubbad unter den Hecken.

Kommentar schreiben

Montag, 24. September 2012


SAFARI ZUR GROßEN SYMBIOSE

Am Sonntag, den 7.Oktober feiern wir von 11:00 – 18:00 Uhr Erntedank. Für Abenteuerlustige finden an diesem Tag ab 11:30 Uhr stündlich „Safaris zur großen Symbiose“ statt. Mit dem Landrover oder Schlepper geht es dabei auf die nahegelegene, 6 ha große Weide auf der man aus nächster Nähe und in fachkundiger Begleitung Rinder, Weideschweine und Hühner beobachten wird können. Abfahrt: vor der Hofeinfahrt.

Kommentar schreiben

Mittwoch, 16. Mai 2012


UNSERE TIERISCH GUTE WOHNGEMEINSCHAFT

Es ist wieder soweit – die Weidesaison ist eröffnet!  In den Wintermonaten, wenn die Vegetation ruht oder von Schnee bedeckt ist, stellen wir unsere mobilen Hühnerställe hofnah auf. Das erleichtert die tägliche Versorgung der Tiere. Futtersäcke und Wasser  müssen nicht soweit gefahren bzw. getragen werden und wenn die Temperaturen unter -20°C rutschen oder wir Jungtiere zur Aufzucht haben, können wir auch mal Stromkabel zu den Ställen legen und den Tieren ein bisschen einheizen. Verstellt werden die Ställe im Winter nicht. Einerseits frieren sie am Boden fest, andererseits würde es wenig Sinn machen, da es zwischen November und März weder hier noch da blüht und grünt.

Ganz im Unterschied zu jetzt: Das Futter steht in vollem Saft und das Gras wächst fast schneller, als die Mäuler und Schnäbel auf der neuen Schweine-Rinder-Hühnerweide es aufnehmen können. Und das obwohl sich die 80 Schweine, 1.000 Hühner und 7 Rinder alle Mühe geben! Vor allem in den Morgenstunden und am späten Nachmittag / Abend schmatzen, picken und käuen sie wieder was das Zeug hält. In der heißen Mittagszeit geht es meist ab in die Hecke. Dort lässt es sich im Schatten herrlich suhlen, staubbaden und einfach vor sich hindösen. Die tierische Wohngemeinschaft funktioniert dabei richtig gut. Die Mitglieder der einzelnen Spezies haben Respekt voreinander aber Berührungsängste sind keine zu beobachten. Die Hühner picken mit Vorliebe dort nach Insektenlarven und -eiern, wo die Schweine die Grasnarbe aufgewühlt haben und revanchieren sich für diesen „Service“ mit gelegentlicher Schweine-Körperpflege. Die Rinder wiederum sollen dafür sorgen, das Gras kurz und knackig-frisch zu halten. Dafür lassen die Schweine und die Hühner sie auch von den Gemüseabfällen aus unseren Bistros mitnaschen.

1 Kommentar

« Ältere Einträge