Herrmannsdorfer Landhuhn-Tagebuch

Donnerstag, 8. Oktober 2015


UND NUN SIND WIR SCHON ZU DRITT!

Vier Jahre, nachdem die Familie Stahuber als Partner in die Haltung unserer Zweinutzungshühner eingestiegen ist (wir berichteten darüber unter „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“), freuen wir uns nun über die Erweiterung unseres Netzwerks:

Seit Ende August diesen Jahres wohnt eine Gruppe der Herrmannsdorfer Landhühner auf dem Hannerlhof der Familie Wallner. Claudia und Jakob Wallner bewirtschaften Ihren landwirtschaftlichen Betrieb in Thonbichl in der Nähe von Tattenhausen (ca. 20 km von Herrmannsdorf entfernt) schon seit vielen Jahren biologisch. Die Haupteinnahmen erzielen sie in der Haltung von Mutterkühen und der Vermarktung hofeigener Produkte. Auf dem Hannerhof wird „Bio und Mehr“ geboten und seit Generationen im Einklang mit der Natur gearbeitet. Aber auch eine kleine, bunte Truppe Hühner bereicherte schon immer den Hannerlhof und versorgte sowohl die achtköpfige Familie als auch ein paar Ab-Hof-Kunden mit beigen, grünen und braunen Eiern. Dieser Betriebszweig sollte ausgebaut werden. Doch welche Hennen sollten zukünftig den Stall bewohnen? Hybridhennen, welche sich auf´s Haar glichen und deren Brüder als Küken geschreddert wurden, kamen für die überzeugten Biobauern nicht in Frage. Deshalb nahm die Bauersfamilie Wallner Kontakt mit Herrmannsdorf auf und half uns kurz darauf bei einem Kapazitätsengpass ganz unkompliziert mit der Aufzucht einer Gruppe Bruderhähne aus der Patsche. Das gab uns Gelegenheit einander kennen zu lernen. Familie Wallner baute den Stall um und ziemlich genau ein Jahr später zog nun die erste Herrmannsdorfer Junghennengruppe in ihr neues Zuhause um.

Mit Bio-Legehennenfutter gefüttert und Grünauslauf am Thonbichler Berg legen nun die Damen mittlerweile schon eifrig. Ihre Eier können Sie an Hand der Nummer

0-DE-0918471

als deren indentifizieren. Noch sind sie etwas kleiner aber das liegt am zarten Alter der Hennen. Spätestens fürs Weihnachtgebäck rechnen wir mit fast nur noch kochbuchtaugliche M-Eiern von den Herrmannsdorfer Landhuhn aus Thonbichl.  Liebe Familie Wallner, wir freuen uns, dass Sie das Projekt Herrmannsdorfer Landhuhn mit uns mittragen und freuen uns auf eine lange, für beide Seiten bereichernde Zusammenarbeit!

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Dienstag, 10. Februar 2015


NEUER LEGEHENNENSTALL IN HERRMANNSDORF

Seit letzter Woche gibt es die Eier aus unserem neuen Legemobil 4 in den Filialen zu kaufen. Derzeit bewohnen 125 echte Französinnen mit ihren Männern den Stall.

Momentan ist dieser noch mit sehr einfachen Abroll-Einzelnestern ausgestattet, da wir noch an einer professionellen Lösung der Eiablage für unsere Hennen arbeiten.

Der Code auf dem Ei lautet: 0-DE-091581 4.

Vielleicht stammt ihr nächstes Frühstücksei aus dem neuen Hühnerhaus.

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Freitag, 4. Juli 2014


VERKAUF GESTARTET

Seit heute verkaufen wir ausschließlich im Hofmarkt- also ab Hof – die Eier unserer neuen Hühner-Kreuzung.

Diese Hühner leben wie ein „normales“ Herrmannsdorfer Landhuhn. Sie haben genau soviel Platz und fressen biologisch erzeugtes Futter. Und doch gibt es Besonderheiten in der Vermarktung. Warum?

Im März diesen Jahres haben wir eine neue Kreuzung von den Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf aufgestallt, um diese unter Praxisbedingungen zu testen. Diese Hühner sind die ersten sieben Lebenswochen bei ihrem Züchter in dem nicht bio-zertifizierten Betrieb in Triesdorf aufgewachsen. Daher dürfen wir die Produkte dieser Tiere nicht wie gewohnt unter der Marke „Herrmannsdorfer Landhuhn“ verkaufen. Für die Haltung der Hennen mussten wir außerdem eine Sondergenehmigung einholen.

Trotzdem möchten wir unseren Kunden diese schmackhaften Eier nicht vorenthalten. Die Eier verkaufen wir in 6er Kartons mit einfach gehaltenem Etikett sowie unsortiert.

Um welche Kreuzung es sich handelt bleibt vorerst geheim. Nur soviel:  Es handelt sich um eine Anpaarung von zwei alten, leistungsstarken Zweinutzungsrassen, die qualitativ sehr hochwertige Produkte hervorbringen.

Also greifen sie zu und probieren sie!

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Montag, 28. Oktober 2013


HERRMANNSDORFER EIER SIND ZUR ZEIT MANGELWARE……

Viele Kunden haben in den letzten Wochen in Ihrer Stammfiliale vergebens nach unseren Herrmannsdorfer Eiern gefragt…..

Das hat mehrere Gründe:

Bis ein Huhn legereif ist braucht es 5 bis 6 Monate. Dann legt es im Frühjahr und Sommer fast jeden Tag, im Herbst und Winter aber nur jeden 2. bis 4. Tag ein Ei. Nach einem Jahr kommt die „Mauser“. Diese dauert etwa sechs Wochen. In dieser Zeit legt das Huhn keine Eier, weil die Energie für die Erneuerung des Gefieders und die Regeneration aller Körperfunktionen gebraucht wird. Danach beginnt die zweite Legeperiode bis das Huhn mit etwa zwei Jahren geschlachtet und als Suppenhuhn verkauft wird.

Bei den konventionellen Hybridhühnern hat man diesen schwächeren Legephasen durch gezielte Zucht entgegengewirkt. Dazu kommt, dass die Hennen in den meisten Haltungssystemen von der Außenwelt eher abgeschottet leben, viel künstliches Licht bekommen und dadurch saisonal nicht so stark beeinflusst werden wie unsere Freilandhühner.

Auch im Biobereich ist das arbeiten mit künstlichem Licht erlaubt. Die Vorschrift besagt, dass die Hühner höchstens 14 Stunden künstliche Lichtquellen haben dürfen. Doch trotz Lichtprogramm lassen sich unsere Hühner von den kürzer werdenden Tagen beeinflussen. Die Legeleistung lässt im Herbst nach bis die Tage ab dem 21. Dezember wieder länger werden.

Da auch unsere Hennen teilweise mausern, bleibt Ihnen und uns nicht’s weiter übrig, als zu warten bis die Hennen sich erholt haben und die Tage wieder länger werden.

Im November schlachten wir eine Gruppe Legehennen in unserem neuen Schlachtraum. Dann gibt es wieder die wunderbar fleischigen Herrmannsdorfer Suppenhühner, frei nach dem Motto „Hühnerbrühe statt Frühstücksei“.

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Freitag, 1. Juni 2012


BESATZUNG DES DRITTEN LEGEHENNENSTALLS NIMMT DIE ARBEIT AUF

Wie im Januar diesen Jahres unter dem Titel „Gebrauchskreuzungen“ berichtet, testen wir die Mast- und Legeleistung der Nachkommen von Sulmtaler Hähnen und Les Bleues Hennen. Während der Mastversuch der männlichen Nachkommen noch nicht fertig ausgewertet ist haben deren Schwestern indes nach einer knapp 6-monatigen sorglosen Jugend die Arbeit aufgenommen und legen nun fleißig Eier ins neu gebaute Familiennest.

Nachdem ihr Stall sowohl vom Veterinäramt Ebersberg als auch von der Biokontrollbehörde Lacon auf Tiergerechtigkeit und Biotauglichkeit geprüft und für sehr gut befunden wurde, haben wir für die Eier der darin wohnenden Hennen folgende Kennnummer  vom Landesamt für Landwirtschaft zugeteilt bekommen:

0-DE-091581-3

Die Eier mit dieser Nummer sind ab Samstag, 2.Juni in unseren Filialen erhältlich. Sie sind derzeit aufgrund des zarten Alters der Hennen noch recht klein. Bald schon werden aber auch diese Tiere Eier der Größen M, L und sogar XL legen.

Die Eier mit der Nummer 0-DE-091581-1 und 0-DE-091581-2 stammen übrigens aus unseren beiden anderen eigenen Legehennenställen. Die Herrmannsdorfer Landhuhneier von unserem Partnerbauern Stahuber erkennen Sie an der Nummer 0-DE-091013-1.

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Dienstag, 30. August 2011


EIER VOM HERRMANNSDORFER LANDHUHN IN MüNCHEN

Endlich ist es soweit! Mitte April haben wir den Antrag auf Genehmigung einer Eierpackstelle gestellt. Anfang Juli planten wir, die ersten Eier vom Herrmannsdorfer Landhuhn stempeln, wiegen und in unseren Münchner Filialen verkaufen zu dürfen. Heute, am letzten Tag im August, liegen, meines Wissens nach erstmalig in Deutschland, Bio-Eier von einem Zweinutzungshuhn in respektabler Menge in einer Bioladenkette!

Warum haben wir für diesen Schritt über ein Jahr Vorlaufzeit gebraucht?

Dafür gibt es zwei Gründe:

Herausforderung „Junghennenaufzucht“

Da die im Eiergeschäft üblicherweise eingesetzten Hennen von den LandwirtInnen nicht mit den selben guten Eigenschaften nachgezüchtet werden können, müssen sie jedes Jahr neue Tiere zukaufen. Sie erwerben in der Regel bereits legereife Hennen, welche in eigenen Junghennenaufzuchtbetrieben groß gezogen werden.

Junghennen einer Zweinutzungsrasse gibt es dort jedoch (noch) nicht zu kaufen. Aus diesem Grund mussten wir unsere Sulmtaler- und Bressehennen selbst aufziehen. Eine nicht zu unterschätzende Aufgabe – wie sich herausstellte. Ca. ein halbes Jahr nach dem Schlupf war es schließlich soweit: Unsere Zöglinge haben ihr erstes Ei gelegt! Welch eine Freude! Derzeit liegt die Legeleistung bei den Sulmtalern bei ca. 55%, jene der Bressehennen bei über 85%. (100% würde bedeuten, jede Henne der Gruppe legt täglich ein Ei. Zum Vergleich: Hybridlegehennen haben in der Regel eine Legeleistung von über 90% über das gesamte Jahr verteilt.)

Der bürokratische Weg der Eier in unsere Münchner Filialen

Ungestempelt und unsortiert durften wir die Eier unserer Zweinutzungshühner bisher ausschließlich „ab Hof“, sprich im Hofmarkt in Glonn, verkaufen. Um die Eier in die Filialen der Hauptstadt bringen zu können, mussten wir erst eine Eierpackstelle einrichten und genehmigen lassen  – ein langwieriges Unterfangen wie sich herausstellte:

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Dienstag, 19. April 2011


OSTEREIER

Bei strahlendem Frühlingswetter ging vergangenes Wochenende unser Ostermarkt über die Bühne. Am Sonntag zeigten sich auch die Eier von den Herrmannsdorfer Landhühnern von ihrer buntesten Seite: Mit Naturfarben gefärbt werden sie nun die Osterteller so mancher BesucherIn zieren.

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