Herrmannsdorfer Landhuhn-Tagebuch

Donnerstag, 2. Juni 2016


ARTGERECHTE HüHNERHALTUNG IN ARTGERECHTEM BIOTOP

Im Mai sind unsere Legehühner auf unsere Obstweide umgezogen. Auf ca. 5ha finden sie jetzt ein ideales Biotop aus Streuobsthochstämmen, weitläufigen Hecken kräuterreichen Wiesenflächen, verschiedenen Ställen und Schuppen. dsc_0989dsc_0994dsc_0997dsc_1005dsc_1006

Unter den artenreichen Hecken baden sie mit Vorliebe direkt im staubigen Boden anstatt in unseren Sandkästen.

Gemeinsam mit unseren Tiroler Grauviehrindern verbringen sie ihre Tage vorwiegend tagsüber in den Hecken und am Stall.

Die Hühner picken von den Rindern Fliegen und sonstiges Ungeziefer. Im Gegenzug bedanken sich die Rinder mit Fuchs- und Marderwachen vor den Ställen sowohl tagsüber , als auch nachts.

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Dienstag, 10. Mai 2016


VIERBEINIGE RASENMäHER UND FUCHS- UND MARDERVERGäMER IM EINSATZ

Zur Zeit sind wieder unsere Schafe als Rasenmäher auf unserer Obstweide unterwegs. Bald sollen hier auch unsere Legehühner einziehen. Bisher haben wir recht gute Erfahrungen mit der gemeinsamen Haltung verschiedener Nutztiere zusammen mit unseren Hühnern gemacht. Besonders Füchse und Marder lassen sich von der Anwesenheit solcher Vierbeiner zumindest zeitweilig abschrecken und vergrämen. So blicken wir auf eine sichere und gesunde Sommerszeit nach dem Motto:“ Gemeinsam sind wir stark!“dsc_0800

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Mittwoch, 20. April 2016


SOUVERäNITäT UND DEZENTRALITäT IN DER HüHNERZUCHT

dsc_0770 dsc_0772 dsc_0775 dsc_0778dsc_0753Unser großes Ziel ist es ein Huhn heraus zu selektieren, dass neben einer gesunden Zweinutzungsleistung auch von herausragender Widerstandsfähigkeit und Gesundheit geprägt ist.

Unsere Zukunftshühnervision ist ein Tier, welches optimal an unser Klima, an unser Futter, an unser Haltungssystem und nicht zuletzt an unsere angestammte Krankheitsfauna und -Flora angepasst ist.

Es gibt nicht das zentrale Superhuhn, welches nur aus einer Züchterhand stammt. Hühner gehören zurück auf die Höfe und in die Gärten, nur so lässt sich Vielfalt erhalten und sichern.

Die Hühnergruppe auf den Bildern sind bereits seit einigen Generationen angestammte „dsc_0782Herrmannsdorfer“ mit Les Bleues- und Sulmtaler-Blut.

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Sonntag, 10. April 2016


FRüHLING IN HERRMANNSDORF

Unsere Legehühner ziehen jetzt in Bälde auf unsere Obstweide um. Dort finden sie ein Eldorado aus verschiedenen Heckensträuchern, Obstbäumen und Wildkräuterfluren vor. Momentan errichten wir noch einen fuchs- und marderdichten Zaun, um unsere Schützlinge vor dieser tierischen Todesgefahr besser zu schützen.

Unsere Jungtiere bleiben derweil auf ihren angestammten Flächen am Hof, um immer ein Auge auf sie werfen zu können.

Ein großes Problem bereiten uns derzeit Rabenkrähen. Immer wieder erlegen sie Junghühner, vorwiegend Jungtiere unter 10 Wochen. Ständig sind wir am Austesten von sinnvollen Ablenkungs- und Vergrämungsmöglichkeiten.

dsc_0748Auf diesem Bild sieht man unsere siebenwöchigen Jungtiere der Rasse Les Bleues beim Frühjahrssonnenbaden entlang des Heckensaumes. Dort finden sie allerlei tierische und pflanzliche Nahrung, die ihnen mit den hohen Vitalstoffgehalten optimale Entwicklungsmöglichkeiten bieten und eine stabile Gesundheit gewährleisten.

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Donnerstag, 31. März 2016


LANGSAM, ABER SICHER: UNSER NATUR-ENTENTEICH FüLLT SICH

dsc_0823Im letzten Sommer haben wir unseren Naturententeich angelegt. Trotz des extrem trockenen Sommer/Herbst 2015 und des niederschlagsarmen Winter 2015/2016 hat sich unser Naturteich allen Unkenrufen zum Trotz eigenständig gefüllt. Unser „Holzer’scher“ Teich wird ausschließlich von Oberflächen- und Hangzugswasser gespeist, da auf dem Herrmannsdorfer Areal leider keine Quellen und Bäche vorhanden sind.

Stück für Stück entwickeln wir diesen Teich zu einem natürlichen, intakten Biotop, das auch unser Herrmannsdorfer Wassergeflügel beherbergen kann.

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Dienstag, 22. Dezember 2015


FROHE WEIHNACHTEN UND EIN GESEGNETES NEUES JAHR 2016

Liebe Herrmannsdorfer Hühner- und Geflügelfreunde,

ich wünsche euch allen im Namen all meiner Mitarbeiter ein friedliches Weihnachtsfest 2015, ein gesegnetes Neues Jahr 2016 und weiterhin viel Freude an und mit unseren Tieren.IMG_9778

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Montag, 26. Oktober 2015


VIELFALT STATT EINFALT – STEIGENDES HüHNERWOHL

Da ein Teil unserer Winterauslaufflächen wenig Deckungsmöglichkeiten für unsere Hühner liefert, haben wir heuer eine spezielle Hühnerpflanzenmischung, vorwiegend bestehend aus einjährigen Wildblumen- und Kulturpflanzenarten ausgesät.

DSC_0129[1]Die Ahnen unserer Haushühner waren eigentlich Bewohner von Wald- und Heckenlandschaften. Dementsprechend sind sie auch heute noch darauf aus, ihre ursprünglichen Bedürfnisse zu befrieden. Da auf unseren Winterauslauflächen teilweise noch keine großen Bäume und Hecken wachsen, sind wir den Tieren verpflichtet, ihnen einen möglichst artgerechten Lebensraum zu gestalten. So haben wir heuer auf einer Breite von etwa 2m eine speziell auf Hühner abgestimmte Blüh-, Deckungs,- und Ernährungsmischung eingesät. So wachsen hier neben diversen Wildblumenarten auch Kulturpflanzen wie Mais, Sonnenblumen, Buchweizen, Ackerbohnen, Wicken, Phacelia und viele andere Arten zur Freude unserer Hühner.

 

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Dienstag, 20. Oktober 2015


HERRMANNSDORFER LANDHUHN – WIEDER „GUT ZU FUß“

Heute hat das Betreuerteam der Herrmannsdorfer Landhühner ein neues Betriebsauto übergeben bekommen.

Unser altes Wald-und-Wiesen-Auto, nämlich ein alter grüner Suzuki Samurai hat uns seit Anbeginn des Herrmannsdorfer Zweinutzungshuhnprojekt seine treuen und zuverlässigen Dienste erwiesen. In letzter Zeit hat es jedoch schon markante Altersschwächeerscheinungen gezeigt. Nicht zuletzt wurde es besonders stark von den Weideschweinen und den Weiderindern in die Mangel genommen. Besonders die alte Haus-und-Hof-Veteranin Finja, eine stolze Original Grauvieh-Dame musste ab und zu ihren Frust, kein Hühner- und Entenfutter zu bekommen, am alten Hühnersuzuki abarbeiten. Nicht selten war dieser in ernsthafter Gefahr durch die überbordende archaische Kraft der Graurinder, umgeworfen zu wIMG_0008erden.

Nun werden wir den Graurindern und Schweinen ein bisschen die Leviten lesen, aber auch „an ihre Vernunft appellieren“.

Das zukünftige Gebrauchsfahrzeug ist ein Ford Ranger, bei dem wir auf die Ladefläche ein Futtersilo und zusätzlich ein mobiles Gebläse installieren möchten, sodass wir in Zukunft eine gewisse Arbeitserleichterung bei unseren alltäglichen Fütterungstouren „spüren“ dürfen. Außerdem kommen wir damit unserem hehren Ziel, das tägliche Futter so frisch wie nur möglich unseren Schützlingen zu präsentieren, einen entscheidenden Schritt näher.

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Donnerstag, 8. Oktober 2015


UND NUN SIND WIR SCHON ZU DRITT!

Vier Jahre, nachdem die Familie Stahuber als Partner in die Haltung unserer Zweinutzungshühner eingestiegen ist (wir berichteten darüber unter „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“), freuen wir uns nun über die Erweiterung unseres Netzwerks:

Seit Ende August diesen Jahres wohnt eine Gruppe der Herrmannsdorfer Landhühner auf dem Hannerlhof der Familie Wallner. Claudia und Jakob Wallner bewirtschaften Ihren landwirtschaftlichen Betrieb in Thonbichl in der Nähe von Tattenhausen (ca. 20 km von Herrmannsdorf entfernt) schon seit vielen Jahren biologisch. Die Haupteinnahmen erzielen sie in der Haltung von Mutterkühen und der Vermarktung hofeigener Produkte. Auf dem Hannerhof wird „Bio und Mehr“ geboten und seit Generationen im Einklang mit der Natur gearbeitet. Aber auch eine kleine, bunte Truppe Hühner bereicherte schon immer den Hannerlhof und versorgte sowohl die achtköpfige Familie als auch ein paar Ab-Hof-Kunden mit beigen, grünen und braunen Eiern. Dieser Betriebszweig sollte ausgebaut werden. Doch welche Hennen sollten zukünftig den Stall bewohnen? Hybridhennen, welche sich auf´s Haar glichen und deren Brüder als Küken geschreddert wurden, kamen für die überzeugten Biobauern nicht in Frage. Deshalb nahm die Bauersfamilie Wallner Kontakt mit Herrmannsdorf auf und half uns kurz darauf bei einem Kapazitätsengpass ganz unkompliziert mit der Aufzucht einer Gruppe Bruderhähne aus der Patsche. Das gab uns Gelegenheit einander kennen zu lernen. Familie Wallner baute den Stall um und ziemlich genau ein Jahr später zog nun die erste Herrmannsdorfer Junghennengruppe in ihr neues Zuhause um.

Mit Bio-Legehennenfutter gefüttert und Grünauslauf am Thonbichler Berg legen nun die Damen mittlerweile schon eifrig. Ihre Eier können Sie an Hand der Nummer

0-DE-0918471

als deren indentifizieren. Noch sind sie etwas kleiner aber das liegt am zarten Alter der Hennen. Spätestens fürs Weihnachtgebäck rechnen wir mit fast nur noch kochbuchtaugliche M-Eiern von den Herrmannsdorfer Landhuhn aus Thonbichl.  Liebe Familie Wallner, wir freuen uns, dass Sie das Projekt Herrmannsdorfer Landhuhn mit uns mittragen und freuen uns auf eine lange, für beide Seiten bereichernde Zusammenarbeit!

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Donnerstag, 24. September 2015


ERNTEDANKFEST 2015

Fotografiert von Grischa Elokhin

Es ist wieder so weit: Am Sonntag, den 4.Oktober feiern wir das fröhlichste Fest im Jahreszyklus – Erntedank!

Für Sie als Freund oder Freundin des Herrmannsdorfer Landhuhns ist bestimmt der Programmpunkt “ SAFARI ZUR GROSSEN SYMBIOSE“ besonders interessant. Es handelt sich dabei um die einzige Möglichkeit im Jahr, sich die tierische Wohngemeinschaft aus nächster Nähe anzusehen.

AB 11:00 Uhr – inkl. 17:00 Uhr fahren wir mit Ihnen zu jeder vollen Stunde mit dem Land Rover und dem Schlepper auf die große Weide, erzählen Ihnen etwas zu den Tieren und beantworten Ihnen alles, was sie immer schon über die Herrmannsdorfer Landhühner, die Weideschweine, die Pensionsrinder und die Enten wissen wollten.

Der kleine Ausflug dauert etwa 30 – 45 min (je nachdem wie viel Sie fragen) und ist kostenlos. Sie brauchen sich auch nicht anzumelden sondern einfach zur „Safari Ein- und Ausstiegsstelle“ direkt an der Hofeinfahrt kommen.

Wir freuen uns auf Sie!

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