Donnerstag, 15. März 2012
Am Palmsonntag-Wochenende (31.März und 1.April) findet in Herrmannsdorf wie jedes Jahr der Kunst- und Handwerksmarkt statt. Neben vielen schönen Dingen für Heim und Garten erwarten Sie kulinarische und musikalische Genüsse der unterschiedlichsten Art und Hofführungen. Mehr Informationen finden Sie in unserem Programmheft Frühlingsmarkt.
Für Fans unserer gefiederten Gefährten gibt es am Samstag und Sonntag, jeweils um 12:00 Uhr Landhuhn-Führungen. (Treffpunkt am Maibaum)
Gerne gebe ich im Rahmen dieser Veranstaltungen Auskunft über unser Landhuhnprojekt und diskutiere mit Ihnen sowohl aktuelle als auch immerwährende Fragen der Hühnerhaltung.
Ich freue mich auf Ihr Kommen!!
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Donnerstag, 1. März 2012
Wir haben uns die Aufgabe gestellt, Zweinutzungshühner bäuerlich zu halten. Eine der Herausforderungen, die diese Aufgabe mit sich brachte, hieß, mit weniger Eiern pro Henne und wesentlich längeren Stallbelegungszeiten in der Mast wirtschaftlich zu arbeiten.Niemand konnte uns zu Projektbeginn sagen, was Eier und Hühner dieses Ursprungs kosten müssen. Daher haben wir geschätzt und den Preis 50 Prozent über dem üblichen Preis für Bioeier und -hühnerfleisch angesetzt.
Zwei Jahre sind seither vergangen und wir haben viele Daten gesammelt. Wir wissen nun, dass jede unserer Hennen 200 Eier pro Jahr legt und über 0,14 € pro Ei rein auf die Futterkosten entfallen. Wir kennen den Preis für mobile Ställe (28.000 €), wissen wie viele Arbeitsstunden anfallen und welche Kosten der Tierarzt, der Traktor und die Weidehaltung verursachen.
Das Ergebnis unserer Rechnung: Selbst wenn unsere Läden nur das Nötigste aufschlagen, trägt sich diese Art von Hühnerhaltung erst bei einem Preis von 0,60 € pro Ei. Spricht man aber vom Zweinutzungshuhn, so muss man auch die Mast der Geschwisterhähne mitdenken. Wenn auch hier die Landwirtschaft mit einer schwarzen Null aussteigen soll, muss sie 13,20 € pro kg Fleisch bekommen. Das entspricht einem Bruttoladenpreis von 17,50 € pro kg.
Für „n’Appel und n’Ei“ gibt es Zweinutzungshühner also keineswegs. Um Fairness für alle Beteiligten zu schaffen bedarf es der Bereitschaft seitens der Kunden und Kundinnen, tierische Produkte in hohem Maß wert zu schätzen. Und es braucht das Bemühen der Landwirte und Landwirtinnen ein gutes Maß zwischen tiergerechtem Ideal und Wirtschaftlichkeit zu finden. In diesem Sinne werden wir unsere Anstrengungen hinsichtlich der Steigerung der Legeleistung unserer Hühner durch Zucht verstärken. Wir vertrauen darauf, dass Ihnen unser Bemühen den Preis wert ist.
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Montag, 13. Februar 2012
Wie angekündigt wurde ein Teil der Sendung “W wie Wissen” vom Sonntag, 12. Februar bei uns gedreht. Hier können Sie den Bericht ansehen:
Eier und Fleisch im Doppelpack – das Zweinutzungshuhn
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Freitag, 10. Februar 2012
Die Jury des Förderpreises Ökologischer Landbau hat einen kleinen Film über unser Hühnerprojekt und über das Schaffen der anderen beiden Preisträgerbetriebe drehen lassen.
Gewinnen Sie hier einen kleinen Eindruck:
Video zur Preisverleihung
Gerade hat mich auch der Regisseur Andreas Kegel, der sich im Sommer filmisch unter anderem mit unseren Hühnern beschäftigt hat, darüber informiert, dass am kommenden Sonntag, 12.Februar um 17:00 Uhr auf ARTE in der Sendung “W wie Wissen” ein Beitrag zum Masthuhn unter Einbeziehung des Drehs bei uns kommen soll. Wir sind schon gespannt!
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Montag, 30. Januar 2012
Hurra – unsere Landhühner haben den Förderpreis Ökologischer Landbau 2012 gewonnen!
Der Preis wird seit 12 Jahren jährlich von der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz an drei herausragende ökologische Betriebe verliehen. Es ist der bedeutendste Preis für den ökologischen Landbau in Deutschland.
Mehr Informationen dazu auf der Webseite des Förderpreises.
Schon 2010 hatten wir uns mit unserem Hühnerprojekt darum beworben und sind spontan in die Endauswahl gekommen. Die fünfköpfige Jury war damals aber der Meinung, die Zeit sei noch nicht ganz reif, unser Engagement mit dieser Auszeichnung zu belohnen. Das Projekt ist noch zu jung, stand in der Begründung weshalb wir schließlich doch nicht ausgewählt wurden. (siehe auch “Förderpreis Ökologischer Landbau 2011″)
Im Nachhinein kann ich gut verstehen, dass die Jury sicher gehen wollte, dass es sich bei den Herrmannsdorfer Landhühnern nicht um Eintagsfliegen handelt. Und ich bin froh, dass ich der Ermunterung, uns doch noch einmal zu bewerben, gefolgt bin. Mit den neuen, mobilen Hühnerställen, der Eierpackstelle, unserem ersten Partnerbauern, den hunderten verkauften Brathühnern, den Versuchen mit der Gebrauchskreuzung “Sulmtaler” mal “Les Bleues” und dem Erfolg der Neuauflage des Landhuhndarlehens konnten wir schließlich beweisen, dass es uns wirklich ernst ist mit dem Zweinutzungshuhn. Und unser Engagement hat sich gelohnt:
Vergangenen Freitag, den 27. Januar hat uns Frau Ministerin Ilse Aigner schließlich den mit 7.500 € dotierten Förderpreis Ökologischer Landbau 2012 überreicht.
Die festliche Verleihung fand im Rahmen der Grünen Woche in Berlin unter der großen Aufmerksamkeit der Medien statt.
Weitere Preisträger sind der Obergrashof in Dachau bei München und die Bio-Karpfenzucht “De Fischer ut Grambek” denen wir herzlich gratulieren.
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Montag, 23. Januar 2012
Immer wieder spreche ich in Führungen oder in Gesprächen mit Interessierten von Gebrauchskreuzungen. Zeit zu erklären, worum es sich dabei überhaupt handelt und was wir damit erreichen wollen:
Zu Beginn des Projekts Herrmannsdorfer Landhuhn haben wir ausschließlich mit reinrassigen Hühner der alten österreichischen Rasse „Sulmtaler“ gearbeitet. Schon nach kurzer Zeit hat sich jedoch herausgestellt, dass diese Hühner in den letzten 50 Jahren, in denen sie nicht züchterisch betreut wurden, viel von ihrem Potential eingebüßt haben. Sowohl die Legeleistung als auch die Mastleistung der reinrassigen Hühner ist derzeit soweit von den Leistungsdaten der Hybridhühner entfernt, dass die Wirtschaftlichkeit des Projekts unerreichbar schien.
Aus diesem Grund nehmen wir seit Herbst 2010 zusätzlich Hühner der französischen Rasse „Bresse“ – aus markenrechtlichen Gründen vom Bio-Geflügelzüchter Hetzenecker aufgrund ihrer blauen Füße “Les Bleues” genannt – genauer unter die Lupe. Und unsere Erfahrungen mit diesen Hühnern sind vielversprechend: Liegt die Legeleistung der Sulmtaler im Schnitt bei ca. 55%, so erreichen die französischen Hennen knapp 70%. Trotz dieser wirklich respektablen Eierleistung setzen letztere auch gut Fleisch an: Nach nur vier Monaten bringen sie im Schnitt lebend bereits 2,5 kg auf die Waage.
Um dazu beizutragen, die alte Rasse der Sulmtaler Hühner im Sinn des Arche-Gedankens zu erhalten und dennoch wirtschaftlich arbeiten zu können, haben wir begonnen, die beiden Rassen zu kreuzen. Heraus kommt eine bunte Mischung weißer Hühner mit Schopf, braun- gesprenkelter Hennen, beiger Hennen mit schwarzen Flecken und vieler andere Individuen.
Eines ist ihnen allen gemein: Sie sind vital und voller Lebensfreude. Welche Kreuzung (Sulmtaler Henne * Bresse Hahn oder Bresse Henne * Sulmtaler Hahn) nun die für uns geeignetere ist oder ob es gar keinen Unterschied macht, werden wir in Kürze wissen, wenn der im August gestartete Mastversuch ausgewertet ist.
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Montag, 5. Dezember 2011
Alle diejenigen, die den Bericht über das Zweinutzungshuhn in der Sendereihe Odysso am Do, 1.12. versäumt haben, können ihn hier ansehen.
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Donnerstag, 1. Dezember 2011
Ursprünglich wollte ARTE am 8. bzw. 9. Dezember in der Sendereihe “X:enius” einen Bericht über die Hähnchenmast ausstrahlen. Für diesen Bericht sind die beiden Moderatoren Carolin Matzko und Gunnar Mergner im September mit dem X:enius-Mobil bei uns vorgefahren. Was es von seinem Besuch bei uns hielt, verrät das spritzige Team auch in seinem Blog unter dem Titel “Schmalbrüstig & glücklich”.
Der Sendetermin ist jetzt jedoch auf nächstest Frühjahr verlegt worden, weil man im Winter keine sommerlichen Bilder zeigen möchte…
Sobald ich neue Informationen habe, gebe ich hier im Tagebuch Bescheid.
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Dienstag, 29. November 2011

Anlass für unser Experiment waren ein Marder und ein Fuchs, die unsere Masthühner im Herbst tyrannisierten. So penibel wir auch jeden Morgen und Abend die Ställe kontrollierten, wir konnten es nicht verhindern, dass sich das mörderische Duo, meist im Schutz des Nebels, immer wieder an fast schlachtreifen, saftigen Hühnern vergriff.
Der stromdurchflossene Draht, den wir nur 4-5 cm über dem Boden um den Auslauf spannten, berührte regelmäßig schon nach wenigen Tagen Grashalme, Äste und Blätter, was den Strom ableitet und den E-Zaun wirkungslos macht. Von der Lebendfalle, die wir vom Jäger aufstellen ließen, ließen sich die Räuber auch nicht beeindrucken.
Da stellten wir unseren Maststall kurzerhand mitten auf die Schweine- und Rinderweide. Wenn die Säugetiere die Hühner auch nicht aktiv beschützen, so irritiert ihre Anwesenheit den Marder und Fuchs doch vielleicht zumindest, so unser Gedanke. Und siehe da – der Plan ging auf. Ohne Scheu sucht das Federvieh die Nähe der großen Tiere auf. Besonders beliebt bei den Hühnern sind Ausflüge in die Schweinehütten. Und wir genießen die idyllischen Bilder der Wohn-gemeinschaft.
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Montag, 21. November 2011
“Die Bioküche” – das neue Magazin für die ökologische Außer-Haus-Verpflegung (Verlag Neuer Merkur GmhH) hat drei nette Kurzfilme über Herrmannsdorf in den eigenen Youtube-Kanal hochgeladen.
Es geht um das Thema Biofleisch für Gastronomie und Catering, die Warmfleischmetzgerein in Herrmannsdorf und … um unsere Hühner. Mehr dazu sehen Sie hier.
In der Januar-Ausgabe des Magazins wird zusätzlich ein Artikel über das Herrmannsdorfer Landhuhn erscheinen. Mehr Infos dazu unter www.die-biokueche.de.
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